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Skistock-Special auf Skiinfo: Alles rund um das Thema Skistöcke

11. Dezember 2017 | Skiinfo

Skistock-Special auf Skiinfo: Alles rund um das Thema Skistöcke- ©Christoph Schöch
Copyright: Christoph Schöch

Von Holz über Fiberglas und Aluminium bis hin zum Carbon – Skistöcke haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Doch warum änderte sich im Wandel der Zeit nicht nur der Fahrstil eines Skifahrers, sondern auch sein Accessoire und treuer Wegbegleiter? Und warum sind Skistöcke für die meisten Skifahrer von so großer Bedeutung? Wir versuchen in Kooperation mit Stockhersteller LEKI in den nächsten Wochen das Thema „Skistock“ etwas genauer zu beleuchten und alle wichtigen Fragen zum Skistock zu beantworten. Los geht es mit der ersten Folge, in der wir allgemeine Fragen zum Skistock beantworten.

 

Warum Skistöcke?

Was für die Kleinen am Anfang eine Behinderung darstellt, ist für die Großen beim Skifahren gar nicht wegzudenken. Doch Skistöcke sorgen nicht nur für Sicherheit und Balance, sondern auch für das perfekte Timing beim Schwung. Beim Einleiten von Richtungsänderungen kann er enorm hilfreich sein. Ob als kurzer Impulsgeber in der Buckelpiste oder als langsamer Drehpunkt beim gemütlichen Fahrer, er weist uns den richtigen Weg.

Doch das ist längst nicht alles! Ob beim Bergabfahren zur Stabilisation und zur Kontrolle der Körperspannung, als Aufstehhilfe nach ungeplantem Schneekontakt, zum Anschieben auf langen Ziehwegen oder gar als Stütze nach dem Schirmbesuch - der Skistock ist ein echtes Allround-Talent und für Skifahrer eine enorme Erleichterung im Ski-Alltag.

Jedoch ist nicht nur die Art der Nutzung eines jeden Stocks sehr vielfältig, sondern auch der Stock an sich. Ob mit gewohnter Sicherheitsschlaufe oder mit einem der modernen Klicksysteme, ob verstellbare Vario Stöcke oder feste Größen, ob faltbar oder an einem Stück, ob „rund“ oder in „D-Form“, ob Lady, Kinder oder Unisex. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie alle etwas gemein: Sie geben uns ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.

 

Material: „Von Holz über Fiberglas und Aluminium bis hin zum Carbon“

Die Materialien änderten sich im Laufe der Zeit nicht ohne Grund. Die Hersteller waren immer darauf bedacht, dem Fahrer möglichst hohen Nutzen zu ermöglichen und gleichzeitig den Komfort zu erhöhen.

So verschieden sie auch sein mögen, sie alle garantieren den größtmöglichen Fahrspaß und Hilfe in allen Bereichen. Um den größtmöglichen Sicherheitsstandard bieten zu können, entwickelt sich natürlich auch die Stockproduktion kontinuierlich weiter. Jedoch spielten in der Geschichte des Skistocks nicht nur die wichtigen Aspekte der Sicherheit eine Rolle, sondern auch die Praktikabilität wurde immer mehr in den Vordergrund gerückt. So entstand aus einem einfachen Holzstab (Anfang des 20. Jahrhundert) ein High-Tech Carbon Stock mit innovativen Griffen mit eingebauter Sicherheitsauslösung.

 

Die richtige Länge?

Ob jung oder alt, ob klein oder groß, ob Frau oder Mann? Fast jeder hat sie! Doch wie findet der Otto-Normalverbraucher bei der großen Auswahl das Richtige und welche Länge muss „der perfekte Stock“ haben?

Die Stocklänge ist ein entscheidender Faktor um den Skistock optimal einsetzen zu können. Denn dieser soll nicht nur die Kraft optimal übertragen und die Technik unterstützen, sondern auch vor Fehlbewegungen hüten und mögliche Stürze abfangen.  

Das Finden der „perfekten Stocklänge“ ist gar nicht so schwierig:

Nehmt den Stock und dreht ihn um. Stellt ihn mit der Griffseite nach unten und der Tellerseite nach oben auf den Boden und umfasst ihn unterhalb des Tellers. Sollte der Armwinkel nun einem 90°-Winkel entsprechen, habt ihr sie schon gefunden - die perfekte Stocklänge!

Zusätzlich gibt es auf der Website von LEKI auch die Möglichkeit, anhand der Körpergröße die perfekte Stocklänge zu berechnen: https://www.leki.com/de/die-richtige-stocklaenge/


Alles im Griff?

Beim Skistock-Kauf sollte dem Griff eine besondere Beachtung geschenkt werden. Verschiedene Materialien werden hier eingesetzt, von Kunst- über Schaumstoff bis hin zu Kork. Diese haben unterschiedliche Härten und Grip-Eigenschaften, zudem isolieren sie mal mehr und mal weniger gegen Kälte, die der Stock zum Griff leitet. Kork ist dabei meist besser isolierend, aber auch teurer als Kunststoff und zudem nicht so wasserfest - aus letzterem Grund sind Stöcke mit Kork-Griff auch vor allem bei Langlaufstöcken zu finden und nicht im Alpinski-Sektor. Viele Hersteller nutzen auch Materialmixe, um die guten Eigenschaften aller Materialien in ihrem Produkt zu vereinen. Für Freerider und Tourengeher wurden Stöcke entwickelt, bei denen der Griff nach unten verlängert ist, damit man ihn beim Bergaufgehen weiter unten greifen kann – wie ihr seht, Skistock ist nicht gleich Skistock.

Während früher Skistöcke keinerlei angepasste Griffe hatten, ist heute fast jeder Skistock mit einem ergonomischen Griff ausgestattet, der für die Struktur der Innenhand optimiert ist. Dennoch gibt es auch hier große Unterschiede in der Qualität der Spritzung. Ob ein Griff zu euch und eurer Handform – und größe passt oder nicht, solltet ihr im Geschäft ausprobieren. Am besten nehmt ihr eure Handschuhe direkt mit ins Geschäft, um den Griff unter "Einsatzbedingungen" zu testen.

Normale Skistockgriffe verfügen über eine einfache, meist verstellbare Schlaufe, mit der der Stock am Handgelenk befestigt wird. Vorreiter in der Weiterentwicklung dieses Systems ist mit Sicherheit die Firma LEKI, die mit dem Trigger S System vielen Skisportlern das Leben erleichtert. Die Schlaufe wird dabei am Handschuh fixiert und man klickt sich quasi in den Skistock ein. Das hat den Vorteil, dass es zum einen komfortabel ist, zum anderen vermindert man im Falle des Sturzes das Verletzungsrisiko, weil sich die Verbindung lösen und man den Stock bestenfalls verlieren kann, anstatt sich zu verdrehen oder auf ihn zu stürzen. Die Gefahr des "Skifahrerdaumens", eine durch Hängenbleiben an der Schlaufe sehr verbreitete Verletzung bei Skifahrern, wird somit verringert.

Das LEKI-Trigger-System  - © Hansi Heckmair

Das LEKI-Trigger-System

Copyright: Hansi Heckmair
 

In den nächsten Folgen unseres Stockspecials lest ihr mehr zum Thema Skistock – es gibt noch viel zu klären!

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