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Es sollte ihr Tag werden - und der wurde es auch: Am Ofterschwanger Horn hat sich Viktoria Rebensburg die Führung im Riesenslalom zurück erobert. Bei schwierigen Pistenbedingungen war die 22-Jährige bei ihrem zweiten Saisonsieg 0,06 Sekunden schneller als Tina Maze aus Slowenien. Rang drei belegten mit jeweils 0,74 Sekunden Rückstand Irene Curtoni aus Italien und Elisabeth Görgl aus Österreich. Es war der fünfte Weltcupsieg überhaupt für die Deutsche.

Lauf eins: Aus für Maria Höfl-Riesch

Im ersten Lauf merkte man gleich, dass sich die Deutsche viel vorgenommen hatte. Mit 0,11 Sekunden vor Maze und 0,14 Sekunden vor der stark auftretenden Lizz Görgl konnte sie allerdings nur ein kleines Polster herausfahren. Aber: Konkurrentin Tessa Worley aus Frankreich kam auf dem weichen Untergrund nicht gut zurecht und blieb als Siebte schon etwas zurück. Kein Glück hatte Maria Höfl-Riesch, die ausschied.

Hronek und Dürr nicht fehlerfrei

Ins Finale schafften es aus deutscher Sicht noch Lena Dürr als 18. und Veronique Hronek als 28. Nur Hronek sammelte aber am Ende Punkte - und auch ihr gelang keine gute Fahrt. Nach einem Innenskifehler konnte sie den Ausfall nur knapp vermeiden. Für Dürr kam es schlimmer: Sie wurde ausgehoben, es verschlug ihr die Ski und sie raste aus der Piste.

Fanchini überrascht

Besser lief es für Nadia Fanchini: Die Italienerin trat mit Nummer 57 an, trotze dem bei plus zehn Grad weichen Hang beide Male und schon sich im Finale mit Laufbestzeit noch auf Rang sechs. Erst Landsfrau Irene Curtoni konnte diese Marke knacken und stand damit bereits auf dem Podium - zeitgleich mit Lizz Görgl.

Maze schnell, Rebensburg schneller

Dann folgte der Krimi von Ofterschwang. Tina Maze legte stark vor, vor allem im Schlussdrittel gab sie mit ihrem ganzen Skigefühl Gas. Der Lohn: Eine klare Bestzeit. Nun war die Frage, ob das Nervengerüst der zuletzt schwächelnden Rebensburg halten würde. Die Olympiasiegerin kam gut in Tritt und baute bis zur zweiten Zwischenzeit ihren Vorsprung aus - doch vor dem Zielhang wackelte die Deutsche und die Zuschauer im Ziel hielten den Atem an. Dort leuchtet dann jedoch die grüne Eins auf. Mit dem Sieg hat Rebensburg nun 390 Zähler auf ihrem Konto, Worley folgt knapp dahinter mit 346 Punkten. Am 3. und 4. März folgen an gleicher Stelle ein weiterer Riesenslalom und ein Slalom.