Der erste Super-G der Herren in Kvitfjell (NOR) endete mit einem Doppelsieg von Beat Feuz und Klaus Kröll, die beide 1:32,35 Minuten fuhren und somit zusammen ganz oben auf dem Podest standen. Dritter war Kjetil Jansrud, der auch nur 0,03 Sekunden Rückstand hatte. Feuz konnte mit dem Sieg die Führung im Gesamtweltcup übernehmen.

Mayer mit erster Top-Fahrt

Der Auftakt der drei Speedrennen in Norwegen musste zunächst einmal um eine Stunde verschoben werden, denn zu starker Wind machte den Organisatoren zu schaffen. Doch gegen Mittag verzog sich der Wind und bei Sonnenschein und minus zwei Grad Celsius ging es los. Auf der anspruchsvollen Strecke hatten die ersten Fahrer noch Probleme, doch dann kam Matthias Mayer und der junge Österreicher attackierte die Tore und war früh dran. Eine schöne und schnelle Fahrt des Österreichers, der erst einmal in Führung war. Am Ende war es Platz sechs.

Hudec diesmal nicht vorne dabei

Auch der nächste ÖSV-Fahrer, Max Franz, war oben im Flachstück nicht so gut dabei. Im steilen Mittelteil fuhr er aber schnell und machte noch Zeit gut auf seinen Landsmann. Im Ziel war es der zweite Zwischenrang. Da konnte auch der zuletzt starke Jan Hudec aus Kanada nicht heranreichen, der nicht so eng an den Toren war und daher etwas hinter Mayer und Franz war.

Guay knapp hinten

Und die Österreicher gaben erst einmal weiter den Ton an, denn auch Joachim Puchner war gut unterwegs. Oben noch nicht so stark unterwegs, war er im mittleren Teil mit viel Zug auf dem Ski dabei. Am Ende lag er nur 0,09 Sekunden hinter Mayer. In der Nähe der Zeit kam dann Erik Guay aus Kanada, der oben nur zwei Zehntel hinten war. Unten hielt er den Rückstand knapp, konnte aber nicht die Führung übernehmen.

Jansrud zeigt, wie es geht - Kröll kontert

Als nächstes war der Trainingsschnellste, Kjetil Jansrud, an der Reihe und er fuhr oben die bis dato beste Zeit und auch die Traversen erwischte der Norweger gut. Unten hatte er auch keinerlei Probleme, fuhr eine enge Linie und legte so eine neue Bestzeit hin und jubelte den wenigen Zuschauern zu. Als Erster der Favoriten versuchte dann Klaus Kröll, die Zeit von Jansrud zu schlagen. Und der Österreicher war oben zeitgleich mit Jansrud und fuhr ein starkes Rennen. Unten fand auch er eine gute Linie und schlug Jansrud dann um 0,03 Sekunden.


Theaux und Reichelt patzen

Adrien Theaux war in den letzten Wochen erfolgreich, doch in Kvitfjell sollte es nicht sein. Er hatte große Probleme oben beim Russi-Sprung und so war er nicht vorne dabei. Anders ging Hannes Reichelt die Strecke an und hatte oben eine schnelle Zeit vorgelegt. Doch dann verpatzte er einige Male den Schwungansatz und verlor Zeit. Unten holte er nur etwas auf und musste so jenseits der Top-Ten abschwingen.

Raich scheidet aus, Feuz fährt an die Spitze

Benjamin Raich feierte vergangene Woche seinen ersten Super-G-Sieg, doch am Freitag in Kvitfjell passte es gar nicht. Oben noch ganz gut dabei, war er an einem Tor spät dran, verpasste dann danach ein Tor und schied aus. Nach einer kurzen Pause kam dann Beat Feuz, der um den Gesamtweltcup kämpft. Der Schweizer fuhr stark und nutzte seine Chance. Mit viel Speed fuhr er tatsächlich zeitgleich mit Kröll und war an der Spitze.

Svindal und Cuche verpassen Podest

Aksel Lund Svindal verspielte den Sieg unten. Während des ganzen Laufes war er vorne, doch unten hatte er nicht den schnellsten Speed und verlor an Zeit. Kein Podium für den Norweger. Didier Cuche dagegen nahm unten das volle Tempo mit und sah wie der Sieger aus. Doch im Ziel war es eine Zehntel Rückstand und Platz vier.

DSV-Fahrer nicht in den Top 30

Für den DSV waren vier Athleten am Start. Stephan Keppler war die Unsicherheit mit seiner Verletzung anzumerken und so reichte es nicht zu einem Platz in den Top 30. Auch Andreas Sander verpasste dies und damit die Weltcuppunkte ebenso wie Josef Ferstl und auch Tobias Stechert.

Feuz übernimmt Führung im Gesamtweltcup

Mit seinem Sieg und den errungenen 100 Punkten konnte Beat Feuz auch die Führung im Gesamtweltcup übernehmen. 1140 Punkte hat der Schweizer nun auf seinem Konto und damit fünf mehr als Marcel Hirscher. Im Super-G-Weltcup konnte Svindal seine Führung knapp verteidigen und hat derzeit ganze zwei Zähler Vorsprung auf Cuche, Feuz ist Dritter mit 25 Punkten Rückstand.