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Mit den Topfahrerinnen Viktoria Rebensburg, Maria Höfl-Riesch und Lena Dürr, aber ohne Kathrin Hölzl treten die deutschen Damen in Kranjska Gora zu Riesenslalom und Slalom an. Bei den Herren liegen die Hoffnungen vor Kitzbühel im Speed auf Stephan Keppler, im Slalom auf dem Duo Felix Neureuther und Fritz Dopfer.

Rebensburg freut sich auf schweren Hang

"Die Verlegung der Rennen von Maribor nach Kranjska Gora ist aufgrund der Schneelage nachvollziehbar und richtig. Mit Kranjska Gora steht zudem ein technisch anspruchsvollerer Riesenslalom auf dem Programm, als wir ihn in Maribor gefahren hätten", sagt Damen-Bundestrainer Thomas Stauffer. Der schwere Gang sollte im Riesenslalom vor allem seiner Topfahrerin Rebensburg entgegen kommen. "In Kranjska Gora bin ich noch nie ein Rennen gefahren", sagt die aktuell Weltcup-Führende. "Wir haben allerdings in der vergangen Woche auf dem Rennhang trainiert und ich konnte mir so einen ersten Eindruck verschaffen. Es ist eine schöne Strecke, technisch anspruchsvoller als in Maribor, was mir generell entgegen kommt." Im Slalom ist natürlich die wiedergenesene Maria Höfl-Riesch größte Hoffnungsträgerin der deutschen Mannschaft.

Kathrin Hölzl pausiert

Für Ex-Weltmeisterin Kathrin Hölzl gibt es dagegen im zweiten Rennen nach dem Comeback erst einmal wieder eine Rennpause - ihr Einsatz in Lienz hat gezeigt, dass die Kraft noch nicht für den Renneinsatz reicht. Über weitere Trainingseinheiten will Hölzl sich aber weiter heranpirschen. Über weitere Einsätze entscheidet der Trainerstab dann bei jedem Rennen.

Keppler kann einen Top Ten Platz erreichen

Die Streif steht bei den Herren an - und Bundestrainer Charly Waibel formuliert ein hohes Ziel: "Wir wollen in Kitzbühel an die guten Leistungen von Wengen anknüpfen. Speziell Stephan Keppler liegt die Streif und er freut sich auf die Rennen. Speed und Abstimmung stimmen bei Stephan derzeit und da die Strecke eher Fehler verzeiht, als zuletzt die Lauberhornabfahrt, sollte Stephan einen Platz unter den Top-Ten erreichen können." Tobias Stechert hat sich in Wengen eine Meniskusquetschung und eine Knochenstauchung im rechten Knie zugezogen und muss daher für Kitzbühel passen: "Ich hab mir in der Zielkurve der Lauberhornabfahrt eine Knochenkontusion, auch Bone bruise genannt, sowie eine Meniskusquetschung zugezogen. Die Sache ist ziemlich schmerzhaft und wird einige Zeit dauern. Dadurch fällt Kitzbühel für mich leider aus. Ich hoffe baldmöglichst wieder fahren zu können", so Stechert. Andreas Sander und Josef Ferstl werden daher in beiden Speedrennen antreten.

Slalom: Neureuther Mitfavorit

Nach dem tollen Slalom-Ergebnis von Wengen darf sich der Coach auf den Slalom am Ganslern-Hang freuen: "Im Slalom kann Felix wieder um die Podestplätze mitkämpfen. Er ist derzeit in einer sehr guten Form und der Ganslernhang liegt ihm", verrät Waibel. Neureuther selbst sagt: "Ich habe mir vorgenommen aus den Fehlern von Wengen zu lernen. Der Speed stimmt, das Knie hält und ich freue mich extrem auf den Klassiker, auf den Slalom der Slaloms in Kitzbühel." Und Fritz Dopfer? "In Kitzbühel bin ich schon dreimal am Start gewesen, konnte mich bisher aber noch nie für den zweiten Lauf qualifizieren. Das will ich in diesem Jahr ändern", stapelt der Dritte von Wengen tief. "Auch Fritz sollte nach seinen Top-Platzierungen auf den anspruchsvollen Hängen in Adelboden und Wengen mit dem nötigen Selbstvertrauen an den Start gehen und eine Platzierung unter den besten Acht im Ziel haben."