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Das erste von zwei Schweizer Skifesten im Herren-Weltcup ist in Adelboden aus Sicht der Eidgenossen gründlich in die Hose gegangen. Stattdessen feiern die Österreicher Doppelsieger Hirscher und Rückkehrer Raich. Im Slalom ging das Duell Hirscher gegen Kostelic in eine neue Runde. Die Deutschen hatten Pech - und kamen dafür noch gut weg. Wir zeigen euch die Bilder aus Adelboden.

Top in Adelboden:

1. Marcel Hirscher! Der bärenstarke Top-Techniker ist quasi der Kostelic von 2012, gewann bislang alle drei Wettbewerbe und sorgt - analog zu Kostelic im Vorjahr - für einen bereits ordentlichen Vorsprung im Gesamtweltcup: 230 Punkte sind ein Wort, im Slalom und Riesenslalom hat Hirscher aufgeschlossen zu den Führenden. Das Wochenende hätte besser nicht laufen können.
2. Benni Raich: Viele Fragen wurden ihm bereits gestellt zum Erfolg von Lebenpartnerin Schild - und dem eigenen Misserfolg. Nun auf schwerem Kurs Zweiter im Riesenslalom - Chapeau! Jetzt gilt es für den Routinier, dieses Ergebnis zu bestätigen.
3. Team Italien: Deville, Mölgg, Razzoli, Thaler, Nani, Borsotti, Simoncelli, Cassa, Gufler. Eisath und die beiden Podiumskandidaten Stefano Gross und Max Blardone - alle standen in Adelboden in (mindestens) einem Finale. Keine Frage: Es war mehr drin - aber die Breite ist beeindruckend im Team Italien. Da geht noch mehr.
4. Fritz Dopfer: Der ärgerliche Ausfall nach Top-Zeit im Riesenslalom schmerzte, denn Dopfer ist in seiner aktuellen Verfassung dort ein klarer Podiumskandidat. Im Slalom schlug er dann zurück: Platz sechs, das ist schlicht Weltklasse. Die Leistungskurve zeigt weiter nach oben.
5. Rainer Schönfelder: Der alte Fuchs will es ja schon seit Jahren noch einmel wissen - in Adelboden gelang ihm mal wieder eine Laufbestzeit. Kommt da noch mehr?

Flop in Adelboden:

1. Team Schweiz: Normalerweise wachsen die Eidgenossen auf dem Chuenisbärgli irgendiwe über sich hinaus - diesmal ging nichts. Platz zwölf als bestes Ergebnis dokumentiert eine eklatante Schwäche - inzwischen in beiden technischen Disziplinen.
2. Cristian Deville: Als Führender nach dem ersten Slalom-Lauf verpatzte der Italiener erst den möglichen Sieg, dann mit einem weiteren Fehler das mögliche Podium und schenkte dann in den letzten Toren auch noch ein Top-Ten-Ergebnis weg.
3. Aksel Lund Svindal: In der Form von Adelboden vielleicht zu schwach, um Hirscher im Kampf um den Gesamtweltcup herauszufordern. Weit weg von seiner ehemailgen Stärke im Riesenslalom.
4. Team Schweden: Andre Myhrer patzte im Slalom - danach kam nicht mehr viel.

Formcheck:

Bitter für Felix Neureuther, dass er klar eingefädelt hat - vom Speed her kann er es derzeit mit Hirscher und Kostelic aufnehmen. Grange kommt im Slalom langsam besser in Form, ihm fehlt aber noch viel seiner gewohnten Sicherheit. Ganz anders Reinfried Herbst, der wieder einfädelte. Ted Ligety musste im Riesenslalom einsehen, dass 8an diesem Tag) andere besser waren. Max Blardone pusht seine Form und sah sehr gut aus. Kostelic bleibt vorerst nur im Slalom ganz vorn.

Schaut euch die Bilder noch einmal an - hier ist unsere Bildergalerie zum Weltcup in Adelboden.