© Francis BOMPARD/AGENCE ZOOM
Nach dem Ausfall der Wettbewerbe in Val d`Isere verlängerten die Herren ihre US-Tour und trugen mit einem zusätzlichen Riesenslalom und dem ersten Spezialslalom der Saison gleich fünf Rennen aus, ein WM-würdiges Programm also in großer Höhe. Wir fassen die Highlights zusammen.

Top in Beaver Creek

1. Die Sieger natürlich: Für Ivica Kostelic war der Slalomsieg die Ehrenrettung unter ein sonst äußerst durchschnittliches Abschneiden. Bode Miller eröffnete die Beaver Creek-Festspiele mit einem umjubelten Abfahrtssieg. Ted Ligety und Marcel Hirscher duellierten sich auf höchstem Niveau in den beiden Riesenslaloms und im Super-G stand mit Sandro Viletta ein Überraschungsmann ganz oben.
2. Fritz Dopfer: Ein Riesenslalom-Podium für den DSV, das gab es schon so lange nicht mehr, dass Statistiker zu Rate gezogen werden mussten. Dazu Platz sieben, Dopfer arbeitet sich in der Riesenslalom-Startliste in die Top 10 vor. Glückwunsch!
3. Aksel Lund Svindal: Zwar kein Sieg, aber viele gute Ergebnisse in drei Disziplinen, der Norweger führt nach der US-Tour die Gesamtweltcupwertung an.
4. Beat Feuz: Bester Schweizer im Speed, zweimal auf dem Stockerl und aktuell bester Abfahrer.

Flop in Beaver Creek

1. Jean-Baptiste Grange und Reinfried Herbst: Allzu schnelles Aus der Slalom-Asse, beide stehen damit bereits unter Druck.
2. Das Schweizer Technik-Team: In zwei Riesenslaloms und einen Slalom kein einziges Top Ten Resultat - das ist zu wenig für die Eidgenossen. Markus Vogel zeigte im ersten Durchgang, dass er im Stangenwald mehr drauf hat.
3. Adrien Theaux: Der in Lake Louise noch schnelle Franzose fuhr in den USA nur hinterher, in der Abfahrt gar komplett aus den Punkten. Es fehlt noch die Konstanz.

Form-Check:

Felix Neureuther hat bei seinem Slalom-Einstand auf Platz zehn nach den jüngsten Verletzungen sein wahres Potential angedeutet, im Finale war noch mehr drin. Kostelic ist noch außer Form, dass es im Slalom dennoch so gut klappte, war überraschend. Im Januar sicher noch stärker. Das französische Speed-Team stachelt sich zu guten Leistungen an. Kjetil Jansrud ist bis auf die abfahrt fast auf Augenhöhe mit Landsmann Svindal. Carlo Janka weiterhin unter Wert geschlagen, hadert mit Rückenproblemen. Im Riesenslalom patzt Philipp Schörghofer, Alexis Pinturault kommt wenigstens im zweiten Rennen dem Treppchen nahe. Im Slalom ist Mario Matt noch formschwach, Benni Raichs Slalom-Comeback ist ebenfalls kein Erfolg. Dafür kommt Wolfgang Hörl wieder in Tritt. Auf die US-Boys Nolan Kasper und Will Brandenburg wird zu achten sein.

Schaut euch die Bilder noch einmal an - hier ist unsere Bildergalerie zum Herren-Weltcup in Beaver Creek.