© Alexis BOICHARD/AGENCE ZOOM
Eine Frau auf Rekordjagd: Lindsey Vonn holte in Lake Louise ihre Weltcupsiege 43 bis 45 und wird in Kürze ohne Zweifel Renate Götschl (46 Siege) auf Rang drei der erfolgreichsten Rennfahrerinnen im Weltcup ablösen können. Der Rest der Weltspitze musste sich hinten anstellen.

Top in Lake Louise

1. Natürlich Vonn: 300 Punkte in drei Rennen, fast vier Sekunden Vorsprung fuhr sie dabei heraus. Alleine 1,95 Sekunden waren es in Abfahrt eins - soviel gab es noch nie in einer Abfahrt der Neuzeit. Es wird schwer, Vonn aufzuhalten.
2. Tina Weirather: Wer so viele Kreuzbandrisse wegsteckt und dennoch wiederkommt, dem gebührt Respekt. Weirather nutzte die Chance bei besseren Sichtverhältnissen und raste auf Platz zwei in Abfahrt eins, dazu kommen Platz zehn und zwölf und eine deutliche Verbesserung in der Startliste.
3. Viktoria Rebensburg: Zweimal Vierte in den Abfahrten, das Podium blieb ihr knapp verwehrt. Im Super-G mit Fahrfehler - dennoch ein starker Speed-Auftakt.
4. Dominique Gisin: Stark in den Abfahrten - ein dritter und ein fünfter Platz. Hielt zusammen mit Lara Gut die Schweizer Fahne oben.
5. Elisabeth Görgl: Nach guten Ergebnissen im Riesenslalom auch im Speed vorn dabei und aktuell Dritte im Gesamtweltcup.
6. Anna Fenninger: Toller Super-G-Lauf der jungen Österreicherin, kam als einzige Vonn wenigstens einmal nahe.



Flop in Lake Louise

1. Anja Pärson: War angeschlagen, ist so noch weit weg von einer Spitzenfahrerin.
2. Tina Maze: Auch im Speed noch nicht in der Verfassung vom Saisonende 2010/11.
3. Team Canada: Die Gastgeber sind als Speed-Mannschaft nicht existent.

Formcheck:

Maria Höfl-Riesch ist auch im Speed noch nicht auf dem Niveau der Vorsaison und so keine Gefahr für Lindsey Vonn. Die Deutsche verbesserte sich in Lake Louise und scheint sich zu finden. Beim Tempo der Amerikanerin ist der Zug Gesamtweltcup aber schnell abgefahren. In Lake Louise konnten viele Fahrerinnen einmal positiv überraschen (z.B. Mariella Voglreiter aus Österreich oder Ilka Stuhec aus Slowenien) ohne diese Leistung bestätigen zu können. Auch Marie Marchand-Arvier (FRA) schafft es wieder mal auf das Podium, schließt sonst aber jenseits der besten 20 ab. Im Schweizer Team ist viel Bewegung: Gut und Gisin machen Fabienne Suter und Martina Schild vor, wie es geht. Marianne Kaufmann-Abderhalden zeigt nur im Training, wie schnell sie sein kann. Auch die Italienerinnen können die sehr guten Trainingsergebnisse noch nicht voll umsetzen (Sechste Plätze immerhin für Johanna Schnarf und Lucia Recchia). Veronique Hronek holt im Super-G erste Punkte.

Schaut euch die Bilder noch einmal an - hier ist unsere Bildergalerie zum Damen-Weltcup in Lake Louise.