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Der Ski-Weltverband FIS hat erstmals auf den Protest der Mehrzahl der alpinen Weltcupathleten reagiert. Über 200 Fahrerinnen und Fahrer, darunter auch alle deutschen Spitzenathleten, hatten einen Brief unterschrieben, in dem die neuen Reglements vor allem für die Disziplin Riesenslalom heftig kritisiert wurden. Kasper zeigte sich in einem Pressestatement offen für einen Dialog.

Gesprächsangebot begrüßt

Kilian Albrecht, Sprecher der Athletenkommission, ließ verlauten, dass ein Gesprächsangebot begrüßt werde, konkret liege aber noch keines vor. Es gebe eine noch vage Absichtserklärung von Renndirektor Günter Hujara, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen in Sölden vor dem Weltcup-Auftakt für die Aktiven zu präsentieren. Albrecht wehrt sich allerdings gegen die Aussage des FIS-Präsidenten, die Ski-Industrie wäre in Wirklichkeit für die Petition zuständig gewesen: "Die Athleten selbst sind völlig unabhängig die treibende Kraft hinter dieser Petition, ohne den Einfluss weiterer Parteien."

Kasper: "Es soll sich dann keiner beschweren"

Gian-Franco Kasper hatte gegenüber der APA betont, dass die neuen Vorschriften auf Untersuchungen der Universität Salzburg beruhten. Man müsse als Weltverband auch die Interessen künftiger Generationen von Skiläufern vertreten. Man werde die Athleten nicht zwingen "wenn sie es nicht wollen". Allerdings solle sich dann auch niemand beschweren, wenn er im Krankenhaus liege.

Athletenkommission nennt Wünsche

Kilian Albrecht reagierte für die Athletenkommission mit einigen konkreten Wünschen an die FIS. Zum einen wolle man die Untersuchungsergebnisse vorgestellt bekommen und sich dazu äußern können. Zum anderen sollen zusätzliche Faktoren für die Sicherheit im Rennsport bei den aktuellen Regeländerungen berücksichtigt werden: Die Regeln für Kurssetzung, Pistenpräparation und Rennanzüge werden dabei explizit genannt. Vor allem aber wollen die Athleten in allen Sicherheitsfragen in den Entscheidungsprozess eingebunden werden, auch bei den Sicherheitsmeetings an den jeweiligen Rennorten.

Es gibt also noch viel Gesprächsbedarf zwischen FIS und den Athleten. Ergebnis? Momentan völlig offen.