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Wenn sich am 22. Januar 2011 die besten Skirennläufer der Welt einmal mehr überwinden müssen, um sich überhaupt aus dem Starthaus abzustoßen, dann ist es wieder Zeit für die Streif. Die spektakulärste Abfahrt der Welt zieht jedes Jahr Aktive und Fans in ihren Bann - im Jahr 2011 ist aber nicht alles beim Alten geblieben. OK-Chef Michael Huber präsentierte gleich einige Neuerungen, die alle vor allem Abfahrt und Super-G betreffen.

Wichtiges Jahr für die Hahnenkammrennen
Die Änderungen stuft Huber als äußerst prägnant ein. Auf der Streif wurde die Breite der Gschösswiese verdoppelt und für ein durchgehendes Gefälle gesorgt. Damit soll die Geschwindigkeit in dieser Gleitpassage steigen - und möglicherweise der Streckenrekord fallen. Zudem wurde an gleicher Stelle ein neues, festes Fangnetz aufgebaut. Fast noch wichtiger: 2011 gibt es eine Parallelstreif, damit ist der Hang nicht wie sonst für Touristen gesperrt. An der Alten Schneise fuhren die Athleten immer durch den Wald. Der Orkan vom 2. August hat dafür gesorgt, dass die Bäume gewichen sind. Für die Rennfahrer bedeutet das eine bessere Bodensicht - den Blick auf Kitzbühel selbst werden sie im Renntempo hingegen kaum genießen können.

Streifalm: Länger und mit neuem Start
Auch beim Super-G gibt es Neuerungen. Der Start wurde etwas nach oben gelegt, knapp unterhalb der Seidlalm-Kopfes geht es nun los. Die Startsektion ist steil und spektakulär, insgesamt wurde sie Strecke etwa 250 Meter länger.

7 Millionen Euro investiert
Insgesamt investierten die Kitzbüheler Bergbahnen im letzten Jahr sieben Millionen Euro alleine für die Streif. So wurden über neun Kilometer an Versorgungsrohren gelegt, neue Glasfaserkabel geben dem übertragenden ORF die Möglichkeit, die Wettbewerbe in HD-Qualität zu zeigen. Außerdem stehen acht neue Videowände zur Verfügung, damit alle Zuschauer das Rennen vor Ort in allen Facetten verfolgen können. Die Vorarbeiten sind also erledigt - jetzt können die Sportler den Takt auf der Streif vorgeben.