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Nur drei statt vier Rennen finden dieses Jahr innerhalb von drei Tagen in Gröden und Alta Badia statt. Auf der Saslong ist Speed angesagt, in Alta Badia ein Riesenslalom. Die Deutschen zielen dabei auf gute Platzierungen. Wer in Gröden starten darf, ist noch offen.

Harte Ciaslat-Wiesen
Kamelbuckel, Ciaslat-Wiesen: Die Saslong in Gröden ist eine anspruchsvolle und kräftezehrende Abfahrt. Dort dürfen sich fünf DSV-Starter beweisen, aus denen Bundestrainer Charly Waibel dann die Starter nominiert. Fix gesetzt ist nur Stephan Keppler.

Schritt hin zur Heim-WM
"Für die Aktiven gilt es, die Trainings von Beginn an konzentriert zu bestreiten, um sich mit der Strecke vertraut zu machen und sich bestmöglich auf die Bedingungen einzustellen," erklärt Waibel. "Vor allem angesichts der hohen Startnummern ist das eine wichtige Voraussetzung, um in den Rennen gute Leistungen zeigen zu können und dem anvisierten Ziel, der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen, einen Schritt näher zu kommen." Neben Tobias Stechert und Hannes Wagner bekommen in Italien auch Andreas Sander und Klaus Brandner eine Einsatzchance - wenn sie die Trainer überzeugen können.

Keppler: Stärker im Super-G
"Wir sind am Montag ins Grödnertal gereist und haben am Dienstag auf der Einfahrstrecke trainiert. Derzeit ist es kalt und der Schnee entsprechend aggressiv. Ich werde deshalb die Trainings auch dazu nutzen, ein optimales Setup zu finden," erklärt Stephan Keppler. "Während mir die Abfahrt in Gröden nicht wirklich auf den Leib geschneidert ist, komme ich im Super-G sehr viel besser zurecht. Mein Ziel ist es, eine Top15-Platzierung zu erreichen."



Riesenslalom: Neureuther und Dopfer fix
Der Riesenslalom von Alta Badia wird dann der letzte Wettbewerb der Herren vor Weihnachten sein. Auch hier zählen die Deutsche nicht zu den Sieganwärtern, wenn auch beide Starter viel Potenzial haben. Am meisten rechnet sich Felix Neureuther aus: "In Alta Badia konnte ich vor vier Jahren mit Rang 13 mein bisher bestes Riesenslalom-Ergebnis im Weltcup erzielen. Daran und an die Leistungen aus der aktuellen Saison will ich anknüpfen. Der technisch anspruchsvolle Hang kommt mir als Slalom-Spezialist entgegen. Ich bereite mich auf dieses Rennen gut vor. Wir werden in den nächsten Tagen in Pfelders trainieren und dann am Freitag nach Alta Badia reisen." Aber auch Fritz Dopfer, der in Val d`Isere im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit glänzte, will seinen Aufwärtstrend fortsetzen und so weiter seine Startnummer verbessern.


Der DSV-Kader für die Rennen in Italien:
Super-G/Abfahrt
Stephan Keppler (WSV Ebingen)
Tobias Stechert (SC Oberstdorf)
Hannes Wagner (SV Hindelang)
Andreas Sander (SC Ennepetal)
Klaus Brandner (WSV Königssee)

Riesenslalom
Fritz Dopfer (SC Garmisch)
Felix Neureuther (SC Partenkirchen)

Quelle: DSV