© Alexis BOICHARD/AGENCE ZOOM
Silvan Zurbriggen ist als extrovertierter Einzelgänger mit einem Hang zu Aussetzern bekannt. In Lake Louise hat er diesen Ruf bestätigt. Sein Chefcoach Martin Rufener warf Zurbriggen kurzerhand aus dem Mannschaftshotel. Der Anlass dafür wirft Fragen auf.

Warum flog er raus?
"Was hat Silvan bloß angestellt?" fragt beispielsweise der Blick - und bekommt bislang keine Antwort. Sowohl Rufener als auch Zurbriggen schweigen. Der Coach lässt aber viel andeuten. Er habe ihn herausgeworfen, weil Zurbriggen einen schweren Fehler begangen habe, so Rufener. Er habe zudem überlegt, den Athleten ganz nach Hause zu schicken. Das tat er nicht, Zurbriggen suchte und bezahlte seine eigene Bleibe und fuhr in den Rennen die Plätze vier und neun ein. Leistung auf der Piste ist derzeit wohl seine einzige Chance, denn auch bei den Kollegen genießt der Exzentriker wenig Rückhalt.

Unappetitliches Vergehen?
Doch das Rätselraten in der Schweiz wird weitergehen. Was ist da passiert? "Seid froh, dass ihr den Grund nicht kennt," äußerte Rufener gegenüber den Pressevertretern und deutete damit vielleicht einen weniger appetitlichen Vorfall an. Ein Blick in die Vergangenheit gefällig? Zurbriggen wurde bereits einmal wegen öffentlicher Ruhestörung angezeigt, er soll in Alta Badia im Wald onaniert haben. Der Schweizer hat das immer abgestritten - er habe nur pinkeln müssen. Die Wahrheit aus Lake Louise wird wohl früher oder später ans Tageslicht kommen. Für Zurbriggen und seinen Verband steht aber auch ohne die Enthüllung eine schwierige Saison bevor. In Beaver Creek gibt es hoffentlich nur sportliche Schlagzeilen.