An die Erfolge der Staffeln etwa beim Biathlon konnte der Nations Team Event im alpinen Bereich nie anknüpfen. Tatsächlich war der Modus recht undurchschaubar und chaotisch, wenigstens für den Laien oder eben den normalen Fan. Aber auch für die Athleten war die Mannschaftsentscheidung eher ein lästiges Muss, denn ein Highlight. Nun soll es anders werden.

Neuer Modus zehn Tage vor dem Rennen
Nur ein einziger Team Event ist in dieser Saison angesetzt, beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen. Am 14. März, um genau zu sein. Und am 4. März erklärte die FIS, man wolle den Bewerb anders gestalten. Anstelle von Super-G und Slalom soll es nun im Parallel-Riesenslalom einen Zweikampf der Nationen geben. Pro Nation und Durchgang sollen dabei je zwei Damen und Herren starten, maximal sechs Teilnehmer dürfen nominiert werden. Pro gewonnenen Lauf gibt es einen Punkt - im Falle des möglichen Unentschiedens werden die Zeiten addiert und der Schnellste ist weiter. Stürzen beide Läufer, dann gewinnt derjenige, der es zuerst ins Ziel schafft. Gelingt das keinem, dann zählt, wer am weitesten gekommen ist.

Die Regeln: Nationale Duelle
Das Reglement klingt einfach. Von den 16 besten Nationen (auf dem 16. Platz stehen derzeit die Japaner mit knappem Vorsprung vor Moldawien) tritt die Nummer eins im ersten Durchgang gegen die 16 an. Österreich gegen Japan also, beispielsweise. Der Sieger kommt eine Runde weiter. Die Deutschen, derzeit auf Position sechs geführt, müssten demnach gegen Nummer elf, Kroatien, ran. Für den wahrscheinlichen Fall, dass Nationen wie Japan, Großbritannien oder Liechtenstein keine vier Teilnehmer stellen, hat der Gegner ein Freilos. Österreich und die Schweiz als derzeit Führende haben also gute Chancen, einen Durchgang erspart zu bekommen.

Anreize für Einzelsportler
Um in der Individualsportart Ski alpin neue Anreize zu setzen, lobt die FIS Extra-Preisgelder aus. 100.000 Schweizer Franken werden insgesamt ausgelobt, davon bekommen die besten drei Nationen 80.000. Die übrigen 20.000 Franken gehen an einzelne Teilnehmer. Je 5.000 Franken bekommt, wer bei Damen und Herren die schnellste Einzelzeit hatte und die meisten Punkte eingefahren hat.

Premiere 2005
Der Nations Team Event hatte 2005 bei der WM in Bormio sein Debüt gefeiert, damals mit der überraschenden Goldmedaille für das deutsche Team. Seither war er immer mehr in die Kritik geraten und wurde auch schon öfters abgesagt.