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Beim ersten Training der Hahnenkammrennen in Kitzbühel haben sich die Favoriten für die Abfahrt keine Blöße gegeben. Schnellster war Didier Cuche aus der Schweiz. Dahinter reihten sich die beiden Österreicher Mario Scheiber und Michael Walchhofer ein.

Duell Österreich gegen Schweiz
Didier Cuche, der auf der legendären Streif 2008 triumphierte und im vergangenen Jahr Vierter wurde, brauchte bei guten Bedingungen 1:55,22 Minuten. Damit lag der Schweizer 17 Hundertstel vor Mario Scheiber und 36 vor Michael Walchhofer. Beim ersten Training des Traditionsrennens, das 2010 zum 70. Mal ausgetragen wird, präsentierten sich Schweizer und Österreicher stark. Vier ÖSV-Herren und drei Eidgenossen rasten durch Mausefalle und Lärchenschuss in die Top Elf. Klaus Kröll (+0.98) platzierte sich auf Rang sieben und Georg Streitberger (+1.32) wurde Elfter. Der Schweizer Tobias Grünenfelder (+0.71) überraschte als Sechster und Didier Defago, der Sieger aus dem Vorjahr, erreichte die neuntschnellste Zeit (+1.17).

Svindal, Järbyn und Miller mischen mit - Zrncic-Dim überrascht
Die drei anderen Skirennläufer dies es unter die ersten Zehn schafften, waren Aksel Lund Svindal, Patrik Järbyn, Bode Miller und Natko Zrncic-Dim. Der Norweger Svindal erreichte mit 66 Hundertsteln Rückstand den fünften Platz. 1.14 Sekunden langsamer als Cuche war der Oldie im Ski-Weltcup. Järbyn wird kurz nach Ende dieser Saison bereits 41 Jahre alt. Kein Grund für den Schweden, sich nicht die Streif hinabzustürzen. Miller, der sich in Wengen mit dem Sieg in der Super-Kombination in der Weltspitze zurückgemeldet hat, wurde Zehnter (+1.31). Für eine Überraschung sorgte Natko Zrncic-Dim. Der Kroate, der bisher vor allem in der Super-Kombination zu überzeugen wusste, fuhr mit Startnummer 46 noch in die Top Vier. Als Vierter lag der WM-Dritte 2009 der Super-Kombi nur sechs Zehntel hinter Cuche.



Platz 19 für Keppler
Einen guten Eindruck hinterließ im ersten Training auch Stephan Keppler. Der Ebinger braucht in Kitzbühel noch einen Platz unter den ersten 15, um sich für die Olympischen Spiele in Vancouver zu qualifizieren. Das Ziel erscheint nach dem heutigen Training realistisch, auch wenn er 2.16 Sekunden mehr als Cuche benötigte. Der zweite deutsche Starter war Andreas Strodl. Auch der 22-Jährige schlug sich bei seinem zweiten Auftritt auf der Streif achtbar. Im vergangenen Jahr sammelte Strodl bei seiner Hahnenkammpremiere als 24. des Super-G Weltcuppunkte. Beim Training für die Abfahrt erreichte er immerhin einen Platz in den Top 30. Mit 3.29 Sekunden Rückstand wurde er exakt 30. Neben Strodl und Keppler durfte im ersten Training noch der erst 20-Jährige Timo Brüderl erstmals auf die Streif. Der Ruhpoldinger wurde am Ende mit fast sieben Sekunden Rückstand 56.

Abschlusstrainig vorverlegt
Das zweite Training am Donnerstag ist auf 10 Uhr vorgezogen worden. Die Veranstalter fürchten, dass es durch tiefliegende Wolken zu Sichtbehinderungen kommen könnte. Für die Renntage, die am Freitag mit dem Super-G beginnen, ist aber gutes Wetter angesagt.