Die längste Zeit seiner Karriere war Rainer Schönfelder bis auf kleine Blessuren von Verletzungen verschont geblieben. Seit den Olympischen Spielen in Turin, wo er zwei Bronzemedaillen gewann, ist die Serie größerer und kleinerer Verletzungen nur von kurzen Phasen völliger Fitness unterbrochen: arge Rückenprobleme, Knieverletzungen, eine angebrochene Schulter und, bis heute nicht verheilt, eine schwere Nervenschädigung am linken Unterschenkel nach einem Sturz im Einfahrkurs zum Weltcupauftakt in Sölden 2008. Nach beinharter Saisonvorbereitung und geglücktem Comeback in Levi dann im Abfahrtstraining von Beaver Creek neuerlich ein Rückschlag: Meniskus-Einriss, wieder am linken Bein, Arthroskopie in Wien. Diese liegt jetzt genau vier Wochen zurück - am Dreikönigstag wird Rainer Schönfelder sein Comeback im Comeback geben.


"Es ist der richtige Mix an verschiedenen Therapieansätzen"
Eine Genesung im Renntempo. Nur zwei Wochen nach dem operativen Eingriff ist Rainer Schönfelder (siehe aktuelle Folge seiner Comeback-Doku auf www.schoenfelder.tv) bereits wieder auf Skiern gestanden. "Ich muss mich für den individuellen Support auf der Turrach und auf der Reiteralm bedanken: Ohne den hätte ich nicht so schnell Fuß fassen können", weiß Rainer Schönfelder die Unterstützung in dieser für ihn nicht einfachen Phase zu schätzen. Zuletzt hat ihm sein ÖSV-Coach Christian Höflehner ein Sondertraining mit Ski-Doo und allem Drum und Dran auf der Reiteralm organisiert: "Bei wirklichen Top-Bedingungen", sagt er. Es kämen mehrere glückliche Umstände zusammen, so Schönfelder, dass er so rasch wieder in den Weltcup zurückkehren könne: "Ohne meine Partnerin Manu (eine erfolgreiche Therapeutin, Anm.) und ihre Betreuung, wäre das nicht möglich: Sie hat, obwohl sie so viele Patienten hat, jeden Tag mit mir gearbeitet und allein schon, dass sie mir erklärt, was mein Körper bei der Heilung tut, ist für mich sehr wichtig." Generell führt Rainer Schönfelder den Heilungserfolg auf den richtigen Mix an Therapiekonzepten zurück. "Es tut alles auf einer anderen Ebene seine heilende Wirkung, das spürt man: Die Arbeit mit der Manu, die Hightech-Therapiegeräte aus dem Bodytherm Recreation Home, am 24. Dezember war ich auch noch bei Martin Weber, der mich energetisch wieder hergerichtet hat", beschreibt Schönfelder seine Therapie-Strategie.


Schrecksekunde vor zwei Tagen bei neuerlichem Sturz ...
Vor zwei Tagen beim Training auf der Reiteralm eine Schrecksekunde: Ein Sturz im Slalomtraining, wieder starke Schmerzen im verletzten Knie. Schönfelder: "Ich habe in den Jahren wohl so etwas wie eine Recovery-Routine entwickelt: Nach einem Tag Schmerzen jedenfalls ist es im gestrigen Training wieder gut gelaufen." Jetzt stehen noch zwei Tage Training mit dem ÖSV-Team auf dem Programm, dann reist er - diesmal ohne sein Recreation Home - nach Zagreb, wo er vor genau einem Jahr verletzungsbedingt die WM-Saison frühzeitig abbrechen musste. Rainer Schönfelder: "Natürlich war die Verletzung ein Rückschlag. Und es ist auch so, dass mir manchmal Zweifel kommen: Aber dann pushe ich mich. Weil ich weiß: Der Jänner ist lang - meine Chance für Vancouver lebt und ich will sie nützen."

In der 22. Folge von schoenfelder.tv seht ihr, wie die erste Belastungsprobe nach der Meniskus-OP abgelaufen ist: