Didier Cuche hat den Weltcup-Auftakt der alpinen Rennsaison 2009/2010 gewonnen. Der Schweizer siegte in Sölden vor dem US-Amerikaner Ted Ligety und seinem Landsmann Carlo Janka.

Cuche als Führender ins Finale
Schon im ersten Durchgang zeigte Didier Cuche, dass er eine gute Vorbereitung absolviert hatte. Der 35-Jährige blieb mit Startnummer eins als einziger Athlet unter 1:10 Minuten. Ohnehin war der erste Durchgang geprägt durch die Startreihenfolge. So lagen nach dem ersten Durchgang die ersten acht Starter alle in den Top Ten. Nur der Italiener Alexander Ploner und Jean-Philippe Roy aus Kanada konnten zeitlich zu den Top-Fahrern aufschließen. Die Zeitabstände auf der schwierigen und steilen Piste waren groß. 3,25 Sekunden lagen zwischen dem Führenden Cuche und dem 30. Alberto Schieppati aus Italien.

Zehnter Weltcup-Sieg für Cuche
Im Finale wurde es dann noch einmal spannend. Zunächst setzte sich Kjetil Jansrud mit Laufbestzeit im Finale deutlich an die Spitze. So verbesserte sich der Norweger noch vom elften auf den sechsten Rang. Dann kamen die besten Fünf. Zunächst übernahm Benjamin Raich unter dem großen Jubel der Österreicher die Führung. Max Blardone und Carlo Janka konnten ebenfalls ihre Platzierung aus dem ersten Durchgang verteidigen, wobei Janka nur eine Hundertstel schneller als Blardone war. Zum Showdown kam es zwischen Ted Ligety und Didier Cuche. Während Ligety im Steilhang alles riskierte, spielte Cuche seine Vorteile im abschließenden Flachstück aus. Dort fiel dann auch die Entscheidung. "Ich war am Ende noch nicht müde, sodass ich noch einmal zulegen konnte. Wir hatten auch gute Bedingungen. Ich war überrascht, dass so wenige Rillen in der Piste waren", analysierte der beste Riesenslalomfahrer der Vorsaison das Finale. Mit 2:21,45 Minuten gewann der Schweizer das erste Rennen der Saison und lag damit sechs Zehntel vor Ligety. Für Cuche war es der insgesamt zehnte Weltcup-Sieg.



Svindal scheidet aus - Miller nicht am Start
Einen schlechten Saisonstart erwischte Gesamtweltcup-Sieger Aksel Lund Svindal. Der Norweger lag zwar nach dem ersten Durchgang noch auf dem sechsten Rang, schied aber im Finale aus. Nach einem Schlag konnte Svindal augenscheinlich einen Fuß nicht mehr voll belasten und fuhr aus dem Kurs. Ein anderer Top-Star des Skizirkus' war in Sölden erst gar nicht am Start: Bode Miller ließ den Riesenslalomauftakt auf dem Gletscher in Sölden aus.

Dopfer verpasst Finale
Der einzige deutsche Starter beim Riesenslalom in Sölden war Fritz Dopfer. Der Garmischer erreichte auf der ruppigen Piste nur den 53. Rang im ersten Durchgang und konnte so das gesetzte Ziel, Weltcup-Punkte einzufahren, nicht erreichen. Wenn es in drei Wochen im finnischen Levi im Weltcup weitergeht, wird Felix Neureuther im Slalom wohl wieder ins Renngeschehen eingreifen.