2009 war nicht das Jahr der Schweizer auf dem heimischen Chuenisbärgli. Die Siege in Adelboden trugen zudem ausgerechnet zwei Österreicher fort. So dominierte im Riesenslalom Benjamin Raich und im Slalom setzte sich Reinfried Herbst durch. Erfreulich aus deutscher Sicht war, dass Felix Neureuther die WM-Norm erfüllte.

Österreicher wiederholen Doppelsieg im Slalom
In der vergangenen Saison dominierten die Eidgenossen auf einer der schwierigsten Riesenslalompisten der Welt. Marc Berthod gewann auf dem Chuenisbärgli vor Daniel Albrecht. Erst dahinter kam mit Hannes Reichelt der erste Österreicher. Allerdings feierte Österreich im Slalom einen Doppelsieg. Mario Matt stand auf dem obersten Podestplatz, Benni Raich auf dem zweithöchsten. Diesen doppelten Triumph konnte das Team Austria am vergangenen Wochenende wiederholen. Mit Reinfried Herbst und Manfred Pranger standen aber zwei andere Techniker auf dem Podium.

Nach Rang drei zur WM
Ebenfalls gleich blieb die Besetzung des dritten Ranges. 2008 und 2009 durfte sich Felix Neureuther vor stimmungsvoller Kulisse feiern lassen. Für den besten Deutschen war es eine Art Wiederauferstehung, denn Neureuther hatte in diesem Winter bisher keinen Nachweis seiner Spitzenklasse bringen können. Erst in Zagreb erreichte er als 20. erstmals Weltcuppunkte in diesem Winter. Mit Rang drei carvt der 24-Jährige auch gleich bis nach Val d’Isère (FRA) zur alpinen Weltmeisterschaft (3.-15. Februar).



Adelboden nimmt es mit Schladming auf
Auch am ersten Tag der Weltcup-Veranstaltung in Adelboden empfingen rund 15.000 Zuschauer die Athleten im Stadion und an der Piste. Dabei erwiesen sich die schweizerischen Skifans als äußerst fair, denn jeder Skirennläufer wurde angefeuert - die eigenen natürlich ein bisschen mehr. Ted Ligety, der im Riesenslalom Neunter und im Slalom 15. wurde, beschreibt die gute Atmosphäre so: "Dieses Rennen kann locker mit Schladming (AUT) rivalisieren, wenn es weiterhin so abläuft. Den ganzen Weg bis ins Ziel waren Fans, die jeden lautstark anfeuerten - allerdings mit einigen Dezibel mehr bei den schweizerischen Jungs."

Riesenslalom hart umkämpft
Den Riesenslalom bezeichnet Ligety in diesem Winter als "verrückt". Im vergangenen Winter gewann der US-Amerikaner die kleine Kristallkugel als Bester in dieser Disziplin. Sein Ziel ist die Titelverteidigung. Derzeit liegt Ligety 45 Punkte hinter Benni Raich. Hinter dem Pitztaler, der mit dem 400. Weltcupsieg eines Österreichers Weltcup-Geschichte schrieb, folgen vier Athleten ganz dicht beieinander. Ligety kommt auf 241 Punkte, dahinter reihen sich Didier Cuche (SUI, 234), Max Blardone (ITA, 224) und Daniel Albrecht (SUI, 221).

Viletta und Berthod halten Schmach in Grenzen
Daniel Albrecht war noch mit dem roten Trikot des besten Riesenslalomfahrers der Saison in das Rennen auf dem selektiven Kurs gegangen. Da die Schweizer allerdings nicht überzeugen konnten, büße es Albrecht aber ein. Nur Sandro Viletta und Marc Berthod hielten die Schmach mit den Plätzen vier und sechs in Grenzen. Sowohl Viletta als auch Berthod fuhren vor dem Riesenslalom auf dem Chuenisbärgli aber eher hinterher, sodass mit ihrem guten Abschneiden vorher bei Swiss Ski auch nicht jeder gerechnet hätte.