© FIS Ski World Cup Gardena Gröden
Der zweite Trainingstag in Gröden sah völlig andere Bedingungen als der erste. Herrschte gestern Sonnenschein und blauer Himmel, so mussten sich die Skirennläufer heute bei starker Bewölkung und diffusem Licht auf der Saslong zurecht finden. Das Ergebnis war aber dasselbe: Erik Guay setzte die Bestzeit.

Problemzone Ciaslat-Wiesen
61 Athleten nahmen am zweiten Training des Weltcup-Klassikers im Gardena-Tal teil. Neben den veränderten Bedingungen wurde deutlich, dass vor allem die Ciaslat-Wiesen wieder sehr selektiv waren. Viele Fahrer hatten dort Schwierigkeiten. Zudem schossen viele deutlich schneller als gestern in den Zielhang und sprangen dadurch beim Tunnel-Sprung dementsprechend weiter. Auch Bode Miller wäre eine Unachtsamkeit beinahe zum Verhängnis geworden. Der US-Amerikaner verschnitt im Zielschuss die Ski und konnte einen Sturz nur knapp vermeiden. Trotz dieses Fehlers kam Miller mit 2:00,26 Minuten noch auf den achten Rang.

Guay pulverisiert Bestzeit
Zuvor hatte Erik Guay wieder für den Lauf des Tages gesorgt. Der Kanadier blieb bei den besagten Verhältnissen zwar hinter seiner Zeit von gestern zurück, aber mit 1:59,00 Minuten pulverisierte er die bis dahin geltende Bestzeit des US-Boys TJ Lanning um 85 Hundertstel. Lanning, der gestern schon überzeugte, wurde am Ende Fünfter. Die zweitschnellste Zeit erzielte heute Didier Cuche. Der Schweizer lag mit 45 Hundertsteln Rückstand aber noch deutlich hinter Guay. Auf die Ränge drei und sechs kamen mit Marco Sullivan und Scott Macartney zwei weitere Athleten des US-Skiteams, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten.



Walchhofer hat noch Reserven
Auf Rang vier raste Michael Walchhofer. Der Österreicher, sieben Zehntel zurück, deckte heute nicht alle Karten auf. Der Vorjahressieger fuhr aufrecht ins Ziel. Geheimfavorit Klaus Kröll kam sowie Hermann Maier noch in die Top Ten. Kröll wurde vor seinem Landsmann Neunter. Hinter Maier platzierte sich Georg Streitberger, noch ein ÖSV-Fahrer.

Keppler stark verbessert
Kamen die Deutschen gestern nicht über die hinteren Plätze hinaus, zeigte sich zumindest Stephan Keppler in der zweiten Trainingssitzung stark verbessert. Die Zeit des Ebingers stoppte bei 2:01,54 Minuten, was heute für den 28. Platz reichte. Weltcup-Debütant Hannes Wagner bewies auf Rang 42 (2:02,62), dass er sich an die Kamelbuckel gewöhnt hat. Andreas und Peter Strodl wurden nach dem Training aufgrund eines Torfehlers disqualifiziert.

Freitag wird es für die Herren ernst auf der Saslong. Zuerst steht der Super-G an. Start ist um 12:15 Uhr. Im ski2b-Liveticker könnt ihr das Rennen aktuell miterleben!