Der Deutsche Skiverband geht optimistisch in die nächsten Rennen im alpinen Ski-Weltcup. Die Damen bestreiten in St. Moritz erst ihr zweites Speed-Wochenende. Für die Herren steht der Abfahrts- und Super-G-Klassiker in Gröden und zwei technische Wettbewerbe in Alta Badia an.

Schmid feiert nach Europacup-Sieg Weltcup-Debüt
Bundestrainer Mathias Berthold hat fünf Athletinnen für die Weltcup-Rennen in St. Moritz nominiert. Während Maria Riesch und Gina Stechert alle drei Rennen bestreiten werden, kommen Viktoria Rebensburg und Nicola Schmid im Super-G sowie Susanne Riesch in der Super-Kombination zum Einsatz. "Wir haben bei der ersten Abfahrt in Lake Louise mit Platz drei und vier hervorragend begonnen und wollen auch in St. Moritz vorne dabei sein", ist Berthold mit den Leistungen des ersten Abfahrtsrennen zufrieden. Im Super-G erwartet er aber mehr: "Im Super-G müssen wir uns ganz klar steigern. Maria Riesch und Gina Stechert werden dabei von Viktoria Rebensburg und Nicola Schmid unterstützt. Während Viktoria hier bereits im vergangenen Jahr punkten konnte, steht für Nicola Schmid der erste Weltcup-Einsatz auf dem Programm. Die 18-jährige Athletin vom Skiclub Oberstdorf überzeugte zuletzt mit einem Sieg im Europacup-Super-G von Kvitfjell (NOR)."

Riesch-Schwestern gemeinsam in der Super-Kombi
Maria Riesch geht als Titelverteidigerin in die erste Super-Kombination. "Ich habe in St. Moritz schon tolle Ergebnisse erreicht und fahre gerne hier. Ich freue mich auf alle drei Rennen. Speziell auf die erste Super-Kombination des Winters", sagt Riesch vor den Rennen in der Schweiz, für die sie sich einiges vorgenommen hat: "Die Abfahrt ist anspruchsvoll. Und im Super-G habe ich nach dem ersten Rennen in Lake Louise etwas gutzumachen." Unterstützung bekommt die Partenkirchenerin von ihrer Schwester Susanne. "In der Super-Kombination startet neben Maria und Gina auch Susanne Riesch. Susannes Slalomform ist gut und da sie im Sommer Super-G trainiert hat, kommt sie in der Super-Kombination von St. Moritz zum Einsatz", begründet der Bundestrainer ihren Einsatz und fügt hinzu: "Die Strecken in St. Moritz liegen uns, deshalb gehen wir zuversichtlich in die drei Rennen."

Das DSV-Aufgebot der Damen:
Viktoria Rebensburg (SC Kreuth)
Maria Riesch (SC Partenkirchen)
Susanne Riesch (SC Partenkirchen)
Nicola Schmid (SC 1906 Oberstdorf)
Gina Stechert (SC 1906 Oberstdorf)

Das Programm von St. Moritz (SUI):
19.12.2008, Freitag, Super-Kombination
10:45 Uhr Super-G
13.45 Uhr Slalom
20.12.2008, Samstag, Abfahrt 10.45 Uhr
21.12.2008, Sonntag, Super-G 11.00 Uhr



Wagner gibt Weltcup-Debüt auf der Saslong
Für die Herren stehen vier Rennen in vier Tagen an. Der abgesagte Slalom von Val d’Isère wird am Montag in Alta Badia nachgeholt. Die leitenden Disziplinentrainer Walter Hlebayna (Speed) und Mario Weinhandl (Technik) nominierten insgesamt acht DSV-Herren für das verlängerte Rennwochenende in Italien, das mit Super-G und Abfahrt in Gröden am Freitag startet. "Wir wollen in Gröden wieder in die Punkteränge fahren. In der Abfahrt geht neben Andreas und Peter Strodl und Stefan Keppler auch Hannes Wagner an den Start. Hannes wird in Gröden seine erste Weltcup-Abfahrt bestreiten, er soll dabei vor allem Erfahrung sammeln", gibt Walter Hlebayna, Disziplinentrainer Abfahrt/Super-G, als Ziel aus.

Strodl will sich in Top 30 etablieren
Im Super-G sind Peter Strodl und Stephan Keppler fix gesetzt. "Mittels Trainerentscheid werden wir den dritten Starter nach den Trainings nominieren", spornt Hlebyna seine Athleten vor den ersten Schwüngen in Gröden an. Nach dem Super-G steht am Samstag noch der Abfahrtsklassiker auf der Saslong an. Peter Strodl erreichte in drei von vier Speed-Rennen in dieser Saison die Punkte und will daran anknüpfen: "Der bisherige Saisonverlauf geht in Ordnung. Ich will in Gröden die nächsten Chancen nutzen, wieder zu punkten, um baldmöglichst unter den besten 30 starten zu können. Mit Gröden habe ich noch eine Rechnung offen - im letzten Jahr bin ich im Super-G nicht lange im Rennen geblieben. Das will ich heuer besser machen."

Neureuther will gute Form nutzen
Die anderen vier DSV-Athleten gehen in Alta Badia an den Start. Felix Neureuter ärgerte sich in Val d'Isère über die Absage, da er in einer guten Verfassung ist und diese so nicht nutzen konnte. Zudem wurde dem Partenkirchener die Chance genommen, auf der WM-Piste zu testen. Seine gute Form will er nun in Italien unter Beweis stellen. Mit dabei sind aus deutscher Sicht auch Fritz Dopfer, Stefan Kogler und Dominik Stehle.

Der Herren-Kader:
Fritz Dopfer (SC Garmisch)
Stefan Kogler (SC Schliersee)
Felix Neureuther (SC Partenkirchen)
Dominik Stehle (SC Obermaiselstein)
Andreas Strodl (SC Partenkirchen)
Peter Strodl (SC Partenkirchen)
Stephan Keppler (WSV Ebingen)
Hannes Wagner (SV Hindelang)

Das Programm von Gröden (ITA):
19.12.2008, Freitag, Super-G 12.15 Uhr
20.12.2008, Samstag, Abfahrt 12.15 Uhr

Das Programm von Alta Badia (ITA):
21.12.2008, Sonntag, Riesenslalom
1. Durchgang 09.45 Uhr
2. Durchgang 12.45 Uhr
22.12.2008, Montag, Slalom
1. Durchgang 10.00 Uhr
2. Durchgang 13.00 Uhr