In Sölden ist der Ski-Weltcup traditionell eröffnet worden. Beim ersten Riesenslalom der Saison fuhr Katrhin Zettel der gesamten Konkurrenz mit 2:22,99 Minuten auf und davon. Mit der Österreicherin schafften Tanja Poutiainen und Andrea Fischbacher den Sprung auf das Podium. Beste Deutsche wurde Kathrin Hölzl als Achte.

Poutiainen nach dem ersten Durchgang vorne
Nach dem ersten Durchgang lag Kathrin Zettel schon auf dem zweiten Rang. 15 Hundertstel trennten sie und die Führende Tanja Poutiainen. Im Finale gelang Zettel dann aber ein Traumlauf. Die 22-Jährige ließ sich von den Rippen und Schlägen in der Piste nicht beeindrucken und pulverisierte mit Laufbestzeit die Bestzeit von Andrea Fischbacher um 1,48 Sekunden. Tanja Poutiainen verlor über eine Sekunde auf Zettel und musste sich so mit Rang zwei zufrieden geben.

Geringe Zeitabstände im Finale
Davor hatte es nach einem Wimpernschlagfinale ausgesehen. Maria Pietilae-Holmner verbesserte die Zeit von Kathrin Hölzl, die als Elfte des ersten Durchgangs in Führung gegangen war. Dann kamen die besten Acht. Nicole Hosp verpatzte den Übergang in den Steilhang und verpasste ein Tor. Die Österreicherin stieg zurück, um wenigstens noch ein paar Punkte einzufahren. Maria Jose Rienda Contreras, die in Sölden ein starkes Comeback nach zweijähriger Abstinenz aufgrund einer Knieverletzung feierte, fiel zurück. Anja Pärson verpasste die Zeit ihrer schwedischen Landsfrau nur um eine Hundertstel. Dann übernahm Andrea Fischbacher Platz eins - um neun Hundertstel. Diese Zeit verpasste Lara Gut nur um sechs Hundertstel. Drei Hundertstel zurück erreichte dann die beste Riesenslalomfahrerin der Vorsaison Denise Karbon das Ziel. Nach Karbon ging Zettel auf die Piste.



Alcott mit Laufbestzeit von 28 in die Top Ten
Das erste Ausrufezeichen setzte Chemmy Alcott. Die Britin lag nach dem ersten Durchgang auf Rang 28 und zeigte als Dritte im Finale auf der gut präparierten Piste einen guten Lauf. Mit der gleichen Zeit wie Zettel verbesserte sie sich am Ende noch auf den zehnten Rang. Neben Alcott konnte beim ersten Rennen des Winters auch Lara Gut überraschen. Die erst 17-jährige Schweizerin, die im vergangenen Winter bei ihren wenigen Einsätzen überzeugen konnte, carvte völlig unbekümmert auf dem schweren Hang des Rettenbachferners in die Weltspitze.

Riesch kann zufrieden sein
Neben Kathrin Hölzl hatte nur Maria Riesch das Finale der besten 30 erreicht. Viktoria Rebensburg schied im Steilhang aus. Carolin Fernsebner und Fanny Chmelar verpassten als 34. beziehungsweise 35. das Finale. Riesch lag nach dem ersten Durchgang zeitgleich mit Ingrid Jacquemod auf Rang 19. Im zweiten Durchgang wirkte die Partenkirchenerin dann angriffslustiger und verbesserte sich noch auf den 13. Rang. Kathrin Hölzl, die schon in der vergangenen Saison im Riesenslalom beste DSV-Athletin war, konnte im Finale noch um drei Ränge klettern und wurde am Ende Achte. Damit konnte sie die Vorgaben des Trainers Matthias Berthold erfüllen, der die Top Ten als Ziel ausgegeben hatte.

Zettel als Gesamtführende nach Levi
Durch ihren Sieg im ersten Rennen hat Kathrin Zettel natürlich auch die Führung im Gesamtweltcup inne. Die Österreicherin strich die ersten 100 Punkte ein und trägt nun auch das rote Leibchen als beste Riesenslalomfahrerin der Saison. Am 15. November steht für die Damen das nächste Rennen auf dem Programm. Im finnischen Levi wartet dann der erste Slalom. Nicht dabei sein wird dann Maria Riesch, die früher nach Nordamerika reist, um sich dort mit einem einwöchigen Trainingslager in Kanada auf die ersten Speed-Rennen der Saison vorbereitet.