Die alpinen Mannschaften aus Italien, Österreich und der Schweiz sind im August, wie fast in jedem Jahr, hauptsächlich in Übersee anzutreffen. Die Anden in Chile und Argentinien geben den Stars im europäischen Hochsommer alle Möglichkeiten, um auf Schnee an Technik und Kondition zu feilen und in den Trainingsläufen den eigenen Leistungsstand zu vergleichen. Und der scheint bei einigen schon sehr gut zu sein.

ÖSV-Fahrer im Speed-Rausch
Andreas Evers vom ÖSV beispielsweise zog nach drei Wochen Speed-Camp ein positives Fazit. Vor allem Hermann Maier, Michael Walchhofer, Mario Scheiber und Klaus Kröll legten tolle Bestzeiten in den chilenischen Schnee. Scheiber und auch Hans Grugger sind zudem auf einem guten Weg der Besserung, nachdem beide zuletzt Verletzungen auskurieren mussten. Nur Andreas Buder konnte das Programm noch nicht voll durchziehen, er schonte sein Knie und reiste vorzeitig nach Österreich ab. Auch Benjamin Raich trainierte in Portillo mit, ohne dabei aber sein Hauptaugenmerk in der kommenden Saison auf Abfahrt oder Super-G zu legen. Dennoch - in der Kombination möchte der Pitztaler sich weiter verbessern.


Cuche überzeugt
Maier und Walchhofer können dennoch mit starker Konkurrenz rechnen, denn der zweifache Abfahrts-Weltcupsieger Didier Cuche ist ebenfalls pfeilschnell unterwegs. In Las Lenas (ARG) konnte der Schweizer mit starker Frühform überzeugen. Folgen konnte Cuche nur Landsmann Ambrosi Hoffmann, wogegen der Liechtensteiner Marco Büchel den Bestzeiten noch hinterherfuhr. Die Techniker vom Team Swiss Ski maßen sich zeitgleich in Ushuaia, dabei überzeugten vor allem Daniel Albrecht und Marc Gini - Marc Berthod dagegen ist noch auf der Suche nach seiner Bestform.

Mölgg's mit guten Aussichten
Manfred und Manuela Mölgg aus dem italienischen Ski-Team zeigten sich von ihrem Ausflug nach Übersee ebenfalls begeistert: "Wir haben in den letzten drei Wochen wirklich gut trainiert, auch wenn der Schnee nicht immer hart und eisig war," beschrieb Manuela und ergänzt: "Im Riesentorlauf habe ich ein sehr gutes Gefühl. Auch wenn ich noch einiges ausprobieren möchte, bin ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Im Slalom hingegen muss ich noch den richtigen Rhythmus finden." Für Bruder Manfred spielten nach dem Materialwechsel auch die Tests eine große Rolle: "Von den neuen Materialien bin ich begeistert. Wir testen täglich um die optimale Abstimmung zu finden." Gute Aussichten und viel Zufriedenheit also allerorten. Fragt sich nur, wer zum Saisonstart die beste Form aufweist - bis dahin werden die Stars weiter hart trainieren müssen. Für viele steht nach dem Trainingslager aber nun erst einmal Regeneration auf dem Fahrplan.