Der Deutsche Skiverband stellt die Weichen für die Zukunft - nach einer Analyse der letzten Saison wird es nun einige Änderungen geben.

Herren: "Mehr Athleten ausbilden"
Die von Alpin-Direktor Wolfgang Maier und den Cheftrainern entwickelte Team-Strategie soll die Herren-Mannschaft auf die Erfolgsspur zurückbringen. "Unsere Ziele sind klar: Wir wollen bei den Großereignissen der kommenden Jahre sowohl bei den Senioren als auch bei den Junioren Medaillen gewinnen." Um dieses Ziel erreichen zu können, ist es unbedingt notwendig, eine größere Zahl von Athleten auszubilden, die das Potenzial für Spitzenleistungen mitbringen. Ferner müssen wir diese Athleten in der Lage sein, Top-Leistungen entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten abzurufen. Eine weitere Zielsetzung lautet auf allen Wettkampfebenen (Weltcup-, Europacup- und FIS-Rennen) die Anzahl der Startplätze auszubauen.

Fortschritte im Nachwuchs
"Wir haben in den letzten Jahren Fortschritte im Nachwuchsbereich gemacht", analysiert Wolfgang Maier. "Jetzt gilt es weiteren Boden gutzumachen und in den Jugendweltranglisten mit möglichst vielen Aktiven weiter nach vorne zu rücken."


Schlüsselposition der Landesskiverbände
"In der gegenwärtigen Situation nehmen die Landesskiverbände eine sportliche Schlüsselposition ein," erklärt Maier. Ihnen obliegt die sportliche Ausbildung der Schüler und Jugendlichen. Nur mit einer fundierten Ausbildung ist es Nachwuchssportlern möglich, die DSV-Kaderkriterien zu erreichen und sich letztendlich im internationalen Vergleich erfolgreich durchzusetzen.

Damen: "Hohe Durchlässigkeit der Kader"
Die Damen der LG1 werden in zwei Weltcup-Gruppen betreut: WC I (aktuelle WCSL-Platzierung unter den Top30), WC II (aktuelle WCSL-Platzierung unter Top60). Beide Gruppen bestreiten die Sommervorbereitung gemeinsam. In der Wettkampfsaison teilen sich diese beiden Mannschaften für die Einsätze in Welt- und Europacups auf. Dieses System garantiert eine hohe Durchlässigkeit und ein effektives Nachziehen von jüngeren Athleten über die Wettkampfebenen hinweg.

Verstärkte Ausbildung im Speedbereich
Um die Entwicklung in den schnellen Disziplinen weiter voranzutreiben haben wir eine verbindliche Ausbildung im Speed-Bereich für alle Kaderathletinnen vorgesehen. Diese speziellen Speed-Kurse werden mehrmals im Jahr für alle Gruppen durchgeführt und von Andreas Fürbeck geleitet.

Neues Personal Alpin:
Stephan Kurz, der zuletzt für die schwedischen Speed-Fahrerinnen um Weltmeisterin Anja Paerson verantwortlich war, wechselt zum Deutschen Skiverband. Zusammen mit Thomas Braun leitet Stefan Kurz die LGII a der Herren.


Ski Cross

Grundförderung für die Disziplin Ski Cross
Die olympische Disziplin Ski Cross, die dem alpinen Sportdirektor Wolfgang Maier unterstellt ist, wird zukünftig mit einer Grundförderung ausgestattet. Heli Herdt zeichnet dabei als Sportlicher Leiter für die gesamte Organisation der Disziplin verantwortlich. Trainer Alex Böhme leitet die Trainings- und Wettkampfsteuerung.

23 Athleten in den Kadern
Insgesamt gehören 14 Herren und 9 Damen um die WM-Dritte Alexandra Grauvogl den einzelnen DSV- und Landesskiverbandskadern an. Die Lehrgangsmaßnahmen werden von den Aktiven aus eigenen Mitteln finanziert. Der Deutsche Skiverband stellt neben der wichtigen Infrastruktur auch Behördenstellen zur Verfügung. Derzeit führt der DSV intensive Gespräche mit seinen Partnern. Ziel dieser Gespräche ist es, die Aktiven in Zukunft finanziell entlasten zu können.

"Positive Entwicklung fortsetzen"
"Die Grundförderung erlaubt es uns, die notwendigen Strukturen zu sichern", sagt Heli Herdt. "Darüber hinaus müssen wir weiter Mittel akquirieren. Denn unser erklärtes Ziel ist es, die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzuführen, um im internationalen Vergleich weiterhin erfolgreich zu sein."