Die Damen haben noch sechs Weltcup-Rennen auf der Agenda. Zwei Abfahrten und je ein Slalom, Riesenslalom, Super-G sowie eine Super-Kombination stehen auf dem Programm. Welche der vier Weltcup-Führenden holt die große Kugel? Ski2b lässt die bisherigen Zahlen sprechen.

Schild dominiert im Stangenwald
Vor den letzten sechs Rennen muss Marlies Schild aufholen - und das gelingt ihr im Slalom. Sechsmal kam sie ins Ziel, viermal davon als Siegerin. Die Zeichen sind klar: Schild gewinnt das letzte Rennen. Damit holt sie auch erneut die kleine Kugel. Auch Nicole Hosp kann kräftig punkten, nach einer konstant guten Saison ist sie an Platz zwei zu erwarten, das bringt 80 Zähler. Maria Riesch hat viele TopTen Ergebnisse vorzuweisen, daher errechnet sich für sie ein siebter Platz. Lindsey Vonn dagegen geht hier leer aus - für Platz 18 gibt es beim Finale keinen Punkt mehr. Damit übernimmt Hosp in der Ski2b-Prognose nach dem Slalom die Führung: 1. Hosp (1129), 2. Vonn (1103), 3. Schild (1051), 4. Riesch (1017).


Nur Platz acht im Riesenslalom
In der Regel ist der Riesenslalom eine gute Disziplin für die komplettesten Skifahrer - in diesem Winter trifft das nicht zu. Alle Aspirantinnen auf die große Kugel hatten eine durchwachsene Saison im Riesenslalom, vor allem bei Nicole Hosp war hier mehr zu erwarten. Die Österreicherin schneidet immerhin noch am besten ab, dank ansteigender Formwerte. Mehr als Platz acht ist aber für sie nicht drin. Vonn und Schild kommen auf einen sehr ähnlichen Wert und landen auf den Rängen 13 und 14, knapp innerhalb der Punkte. Nur Maria Riesch geht leer aus. Ihr Ausfallrisiko ist mit 50 % am höchsten, aber auf dem 24. Platz gibt es sowieso keine Punkte mehr für sie. Der neue Zwischenstand. 1. Hosp (1161), 2. Vonn (1123), 3. Schild (1069), 4. Riesch (1017).

Riesch Siebte im Super-G
Nach einer guten Saison führt Maria Riesch vor dem letzten Rennen die Super-G-Wertung an, in der Prognose erreicht sie hier dennoch nur Rang sieben. Einem Sieg stehen auch Ausreißer nach unten, wie ein 18. Platz gegenüber. Knapp hinter Riesch landet Nicole Hosp als Neunte, deren letztes Ergebnis die Bilanz doch nachhaltig trübte. Auch Lindsey Vonn wird vom 16. Platz in Sestriere zurückgeworfen und damit nur Elfte. Marlies Schild schwankte zwischen Platz neun und 41, bei einem Ausfall. Damit landet sie im Mittel allerdings nur auf Platz 32 - keine Punkte also. An der Reihenfolge ändert das aber nichts: 1. Hosp (1190), 2. Vonn (1147), 3. Schild (1069), 4. Riesch (1153).

Kombi-Kristall geht nach Partenkirchen
Die Super-Kombination ist statistisch am wenigsten zu erfassen. Nach nur zwei Wettbewerben sind weitere Prognosen kaum mehr als Schätzungen. Geht man rein nach den Zahlen, dann holt hier aber Maria Riesch den Sieg vor Schild, Vonn und Hosp. Das bringt die Deutsche in der neuen Gesamtwertung an Marlies Schild vorbei: 1. Hosp (1240), 2. Vonn (1207), 3. Riesch (1153), 4. Schild (1149).

Abfahrts-Königin holt sich die große Kugel
Bei noch zwei ausstehenden Abfahrten wird über diese Disziplin wahrscheinlich die Weltcup-Entscheidung fallen. Marlies Schild kann hier kaum punkten - einem zweiten Platz zu Saisonbeginn stehen auch Abstürze auf Rang 47 entgegen. Insgesamt bedeutet das Platz 26 und damit magere fünf Pünktchen. Nicole Hosp zeigte da mehr Konstanz, aber auch sie blieb zumeist im Mittelfeld der Ergebnislisten. Rang 18 für sie, das sind nur 13 Punkte. Besser lief es für Maria Riesch. Sie hat einige Top-Ergebnisse, aber auch zahlreiche Ausfälle auf ihrem Konto. Sollte sie zweimal das Ziel erreichen, dann sollte das 64 Punkte wert sein. An Hosp kommt die Deutsche damit aber nicht vorbei. Überlegen gewinnt schließlich Lindsey Vonn den statistischen Wettstreit. Ihre traumhafte Abfahrts-Bilanz lässt auf weitere 160 Punkte schließen. Damit ist sie klar die Führende nach allen ausgewerteten Rennen. Im Endergebnis sieht das wie folgt aus:

1. Lindsey Vonn (1367)
2. Nicole Hosp (1253)
3. Maria Riesch (1217)
4. Marlies Schild (1154)


So bewertet Ski2b:
Berücksichtigt wurden alle Ergebnisse dieser Weltcup-Saison. Ausgefallene Rennen gehen nicht in die Wertung ein, erhöhen aber die Ausfallquote. Die jeweils ersten beiden Rennen der Saison pro Disziplin wurden weniger stark gewichtet, die beiden letzten Rennen dafür entsprechend stärker, um die aktuelle Form der Athleten zu berücksichtigen.