Beim Super-G in St. Moritz am 3. Februar hat die Kanadierin Emily Brydon die beste Fahrt gezeigt. In 1:17,39 Minuten siegte sie vor den Österreicherinnen Elisabeth Görgl und Renate Götschl. Maria Riesch verteidigte als Siebte ihre Weltcup-Führung.

Erster Sieg für Brydon
Unter besten Bedingungen konnte der Super-G in St. Moritz abgehalten werden. Bei bester Sicht und einer gut präparierten Piste war klar, das nur eine perfekte Fahrt zum Sieg führen würde. Das gelang der Kanadierin Emily Brydon. Sie bestätigte ihre starken Trainingsleistungen und fuhr vor allem im letzten Drittel der Konkurrenz davon. Am Ende hatte ihre Zeit Bestand - für Brydon ist das der erste Weltcup-Sieg und der siebte Podesterfolg in ihrer Karriere.


Görgl wieder auf dem Podest
Kurz vor Brydon hatte Elisabeth Görgl für eine Bestzeit gesorgt. Die Österreicherin wählte eine sehr enge und aggressive Linie und konnte diese auch in den steilen Speedkurven halten. Aber auch sie verpasste in den letzten, flacheren Toren eine bessere Platzierung. Ihr zweiter Platz spült Görgl dabei inzwischen nicht nur im Super-G Weltcup auf Rang drei, auch im Gesamt-Weltcup könnte Görgl noch eine aktive Rolle einnehmen. Dort wird sie inzwischen als Vierte geführt.

Götschl verpasst Sieg
29 Hundertstel fehlten Renate Götschl am Ende zu Sieg, auch sie vergab ihn im Schlussteil. Denn ganz oben war Götschl die Schnellste. Wie viele konnte sie im ersten Drittel einen Vorsprung auf Brydon herausfahren, bei ihr waren es sogar fast fünf Zehntel. Doch diesen Vorsprung verspielten nach und nach alle Fahrerinnen. Im Ziel konnte Götschl mit Platz drei zufrieden sein.

Vonn macht etwas Boden gut
Im Kampf um den Gesamtweltcup haben sich Lindsey Vonn und Nicole Hosp nicht viel geschenkt. Vonn als Vierte und Hosp als Sechste punkteten beide kräftig, während Konkurrentin Marlies Schild aus den Punkterängen herausfiel. Nicole Hosp liegt so weiter mit 957 Punkten auf Platz eins, Vonn ist mit 868 Zählern ihre erste Herausforderin.

Riesch verteidigt Super-G Spitze
Für Maria Riesch verlief das Rennen nicht ganz optimal. Nach kleineren Fehlern im Lauf musste sie sich mit Platz sieben zufrieden geben, verteidigte damit aber das rote Trikot der Weltcup-Führenden. Allerdings haben Tagessiegerin Brydon und die Zweiplatzierte Görgl den Vorsprung stark verkürzen können. Auch im Gesamtweltcup bleibt Riesch als Drittplatzierte am Ball. Weltcup-Punkte gab es auch für Viktoria Rebensburg und Gina Stechert, die auf den Plätzen 29 und 30 gewertet wurden. Die vierte DSV-Starterin Lisa-Marie Walz wurde 39.

Deja-Vu durch Gut
Nach dem Überraschungserfolg in der Abfahrt am Tag zuvor konnte vor allem Lara gut auch im Super-G überzeugen. Sie kam wieder mit einer höheren Startnummer ins Rennen und fuhr dennoch auf Rang fünf vor. Damit ist die junge Schweizerin die positive Neuentdeckung des Rennwochenendes in St. Moritz. Ihre Klasse müssen Gut und Co. das nächste Mal am 9. und 10. Februar beweisen, dann stehen in Sestriere (ITA) wieder Speed-Rennen an.