In St. Moritz trugen die Damen am 15. und 16. Dezember zwei Speed-Rennen aus. Die Siegerin hieß beide Male Anja Pärson. Die Schwedin meldete sich damit mehr als eindrucksvoll zurück, auch im Kampf um den Gesamtweltcup. Aber auch von deutscher Seite gab es Grund zur Freude in der Schweiz.

Riesch wieder auf dem Podest
Bei besten äußeren Bedingungen stand im Schweizer Nobelort zunächst die Abfahrt auf dem Programm. Dabei distanzierte Pärson, die bei den Überseerennen noch weitgehend enttäuscht hatte, sowohl Top-Favoritin Lindsey Vonn aus den USA als auch Maria Riesch, die als Drittplatzierte erneut überzeugen konnte.


Video-Interview mit Maria Riesch


Ebenfalls stark zeigten sich ÖSV Speed-Queen Renate Götschl auf Platz vier, sowie Fränzi Aufdenblatten. Für ein besonders positives Ergebnis aus deutscher Sicht sorgte Gina Stechert, die mit einem beherzten Lauf Zwölfte wurde.

Wimpernschlagfinale im Super-G
Einen Tag später stand dann der Super-G auf dem Terminkalender der Damen. Auch dabei sollte Pärson die Oberhand behalten. Sie holte damit ihren insgesamt 37. Weltcupsieg und überflügelte damit in der ewigen Bestenliste Katja Seizinger.


Video-Interview mit Anja Pärson


Der Super-G entwickelte sich dabei zum Hundertstelkrimi. Der Zweitplatzierten Emily Brydon fehlten lediglich vier Hundertsel zum Sieg, Elisabeth Görgl auf Platz vier sogar nur eine zur Dritten Götschl. Wiederum eine Hundertstelsekunde dahinter platzierte sich Maria Riesch erneut in guter Position.


Pärson übernimmt Führung
Nach ihren zwei Siegen in St. Moritz hat Anja Pärson die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Mit nun 383 Punkten liegt die zweifache Gesamtsiegerin knapp vor Nicole Hosp (379) und Marlies Schild (354). Maria Riesch ist hinter dem Spitzentrio Vierte mit 309 Zählern. Im Super-G-Weltcup hat Pärson auch die Führung inne (136). Sie löste Auftaktsiegerin Martina Schild (129) ab, die vor heimischer Kulisse in St. Moritz nur auf Rang neun fuhr. Riesch ist hier Dritte (125). In der Abfahrt steht Lindsey Vonn (230) auf der Spitzenposition, Britt Janyk (192) und Renate Götschl (190) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Die nächsten Damen-Rennen finden nun am 21. und 22. Dezember in St. Anton statt, dort ist eine Abfahrt und eine Super-Kombination angesetzt.