Der Italienische Skiverband FISI steckt in der Klemme. Rund sieben Millionen Euro sollen dem Verband fehlen. Nun geht Präsident Giovanni Morzenti in die Offensive.

Steht Auflösung bevor?
Morzenti bat die italienische Sportministerin Giovanna Melandri um ein Treffen, um die schwierige Lage zu besprechen und Unterstützung zu erhalten. Der Zeitung 'La Repubblica' hatte er zuvor gesagt, sogar eine Auflösung des Verbandes bis Oktober sei im Bereich des Möglichen. Die Situation sei unerträglich. Ob diese düstere Prognose aber nur Morzentis Verhandlungsbasis verbessern soll, oder ob es wirklich so schlimm steht, ist offen.

Forderung: Mehr TV-Zeiten
Das Fernsehen sieht der FISI-Präsident als Rettungsanker. Mehr Übertragungen im TV bedeuten mehr Sponsorengelder, so lautet wohl die einfache Rechnung. Auch eine Werbekampagne mit den Stars den Skiverbands steht zur Debatte. Bis zum Sommer ist der Betrieb aber wohl gesichert.

"Erhaltet die FISI"
"Wenn ihr die Berge und den Wintersport liebt, könnt ihr es nicht verantworten, uns nicht zu unterstützen. Das ist es, was wir erwarten", sagte Morzenti der Presse. Und auch auf der eigenen Homepage titelt der Verband seine Problemsituation mit dem Slogan: "Sostenete la FISI", zu deutsch: Erhaltet die FISI.


Weltcup-Orte versteigern
Bereits im Mai trat Morzenti an die Weltcup-Gastgeber Bormio, Gröden und Alta Badia heran. Diese sollten nach seiner Meinung Beträge bis zu 500.000 Euro zahlen, um auch weiterhin Gastgeber bleiben zu dürfen - ansonsten würde der Weltcup an den Meistbietenden versteigert. Der Ski-Weltverband FIS hatte dieses Prozedere aber bereits abgelehnt.