Nicole Hosp hat das vorletzte Rennen des Weltcup-Winters 2006/2007 gewonnen. Die Österreicherin übernahm damit auch wieder die Führung im Gesamtweltcup, denn Marlies Schild verpatzte das Finale und blieb damit ohne einen einzigen Punkt.

Duell im ersten Durchgang
Im ersten Durchgang spitzte sich das Duell um die große Krsitallkugel für den Sieg im Gesamtweltcup weiter zu. Marlies Schild, die sieben der acht Slalomrennen der Saison gewann, legte mit Startnummer eins vor. Ihre Zeit konnte auch zunächst keine Athletin antasten. Erst Nicole Hosp, die zuletzt im Slalom nicht so stark war, zeigte, dass es in Lenzerheide (SUI) noch schneller ging. Sie unterbot die Bestzeit und setzte damit Schild, die vor dem Slalom bereits einen beruhigenden Vorsprung von 70 Punkte auf Hosp in der Gesamtwertung besaß, vor dem zweiten Durchgang unter Druck.

Pärson top - Zahrobska flop
Auch Anja Pärson zeigte im ersten Durchgang, warum sie zu den besten Skirennläuerinnen aller Zeiten zählt. Die Schwedin, die erst bei der WM im heimischen Are diesen Winter so richtig in Fahrt kam, lag nach dem ersten Durchgang auf dem dritten Rang. Vierte wurde ebenfalls mit überzeugendem Auftritt Veronika Zuzulova. Slalom-Weltmeisterin Sarka Zahrobska musste sich dagegen mit dem zehnten Platz begnügen. Julia Mancuso, die ebenfalls noch theoretische Chancen auf den Gewinn des Gesamtwetlcups hatte, büßte mit Platz 19 bereits alle Chancen ein.

Schild zeigt Nerven
Im Finale war es zunächst Anna Ottosson, die mit einem guten Lauf auf sich aufmerksam machte. Die Schwedin, die nach dieser Saison die Ski in die Ecke stellt, verbesserte sich mit einem starken Lauf noch vom elften auf den fünften Rang. Tanja Poutiainen, Veronika Zuzulova und Anja Pärson konnten ihre Plätze verteidigen und gingen jeweils in Führung. Vor allem Pärson zeigte einen Traumlauf, der die beiden Führenden im Kampf um den Tagessieg stark forderte. Marlies Schild, die keinen Sicherheitslauf zeigen wollte, zeigte bereits im Steilen Nerven. Sie stellte einmal komplett quer und verlor dabei bereits mehr als zwei Sekunden. Im Zielhang passierte der besten Slalomläuferin dieses Winters dies noch einmal, sodass sie weit abgeschlagen auf dem letzten Platz ankam.

Hosp mit Laufbestzeit zum Sieg
Damit hatte Hosp alle Chancen, um sich mit einem guten Lauf im Kampf um den Gesamtweltcup zurückzumelden. Die Österreicherin behielt anders als ihre Teamkollegin die Nerven und zeigte eine sichere und schnelle Vorstellung. Nach der Bestzeit im ersten Durchgang war die 23-Jährige auch im Finale am Schnellsten und gewann somit völlig verdient ihr achtes Weltcup-Rennen.

Duell um die Krone
Vor dem Slalom hatten viele schon von einer Entscheidung zu Gunsten Schilds geredet, denn sie führte bereits mit 70 Punkten und präsentierte sich in der ganzen Saison im Slalom zu stark, als dass sie sich dies noch einmal nehmen lassen würde. Aber wie schon bei der WM zeigte sie Nerven und ist nun vor dem abschließenden Riesenslalom sogar mit 30 Zählern im Hintertreffen. Julia Mancuso, die als 16. ebenfalls keine Punkte sammeln konnte, ist als Dritte des Gesamtweltups endgültig aus dem Rennen.


Riesch auf Rang zehn
Beim letzten Slalom der Saison standen drei Deutsche am Start. Neben Monika Bergmann-Schmuderer und Annemarie Gerg durfte auch Maria Riesch aufgrund der 400-Weltcup-Punkte-Regel im Slalom antreten. Für Gerg ging ein durchwachsener Winter, der mit häufigen Knieproblemen behaftet war, bereits im ersten Durchgang zu Ende. Sie wurde nach einer Bodenwelle leicht ausgehoben und konnte die Linie nicht mehr halten. Maria Riesch sicherte sich als Zehnte wertvolle Punkte für die Weltrangliste, in der sie damit im nächsten Winter direkt unter den besten 30 zu finden sein sollte. Bergmann-Schmuderer verbesserte sich im zweiten Durchgang noch von Rang 15 auf 13.

Von der endgültigen Entscheidung im Weltcup-Winter 2006/2007 berichten wir natürlich auch morgen live in unserem Ticker!