Die letzte Abfahrt der Saison in Lenzerheide (SUI) wurde zu einer Demonstration der Stärke von Renate Götschl. Die ÖSV-Athletin siegte auf der Silvano Beltrametti-Piste in 01.22,73 Minuten und feierte einen weiteren Triumph. Dahinter folgte mit Marlies Schild (+ 0,58) eine weitere Österreicherin. Den dritten Rang sicherte sich die Französin Marie Marchand-Arvier (+ 0,67). Maria Riesch (SC Partenkirchen) fuhr auf einen starken vierten Rang.

Kleines Teilnehmerfeld
Die Abfahrt der Damen bei den Weltcup-Finals hatte nur ein kleines Teilnehmerfeld zu bieten. Durch Verletzungen und Startverzichts wagten sich nur 20 Skirennläuferinnen die Piste herunter. So zogen es Kirsten Clark (USA) und Kelly Vanderbeek (CAN) vor, nicht an den Start zu gehen, nachdem es in den Trainings schon zu vielen Stürzen kam.

Götschl fährt souverän zum Sieg
Den Abfahrts-Weltcup hatte Götschl ja schon gewonnen und in Lenzerheide bewies die Österreicherin noch einmal, dass sie die überragende Abfahrerin der Weltcup-Saison ist. Mit einer souveränen Fahrt von oben bis unten und einer tollen Linie distanzierte die 'Speed-Queen' einmal mehr die Konkurrenz. Gerade im Steilhang fuhr Götschl besser als alle anderen und sicherte sich den achten Saison-Sieg.

Schild überzeugt auch in der Abfahrt
Marlies Schild hat am Mittwoch einen großen Schritt in Richtung Sieg im Gesamt-Weltcup gemacht. Mit dem zweiten Platz bei der Abfahrt sicherte sie sich 80 wertvolle Weltcup-Punkte und ist weiter die Top-Favoritin auf die große Kristallkugel. Schild legte mit Startnummer sieben eine äußerst gute Fahrt mit einem starken Finish hin und hatte zu dem Zeitpunkt die Bestzeit inne. Diese sollte dann nur noch von Götschl unterboten werden.

Riesch knapp am Podium vorbei
Ein Ausrufezeichen setzte zum Ende der Saison auch Maria Riesch vom SC Partenkirchen. Die Deutsche war als einzige DSV-Athletin für das Finale qualifiziert und überzeugte in Lenzerheide. Riesch blieb im oberen Teil und im Steilhang nicht fehlerfrei, doch ihr Finish war glänzend und so konnte sie sich über den vierten Rang freuen. Einen Platz auf dem Podest erreichte dagegen die Französin Marchand-Arvier. Sie fuhr diesen im Mittelteil heraus, wo sie stark unterwegs war.


Hosp und Mancuso verlieren an Boden
Nicole Hosp fuhr ebenso eine gute Abfahrt und landete am Ende auf dem sechsten Rang. Doch im Vergleich zu Schild verlor sie einige Punkte, die am Ende entscheidend sein könnten. Vorzuwerfen hatte sich Hosp am Mittwoch allerdings nicht viel, zog sie doch ihre Linie durch und war mit der Fahrt zufrieden. Auch Julia Mancuso (USA) musste einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Die US-Amerikanerin verlor oben bereits acht Zehntel auf Schild, blieb im Ziel hinter den Erwartungen zurück und belegte am Ende den fünften Rang.

Schild im Gesamt-Weltcup vorne
Drei Einzelrennen stehen nun noch für die Damen an und der Kampf um den Gesamt-Weltcup hat sich weiter zugespitzt. Nach der Abfahrt führt nun Schild mit insgesamt 1382 Punkten und hat damit 55 Zähler Vorsprung auf Nicole Hosp. Renate Götschl folgt dann mit 1300 Punkten. Julia Mancuso kommt auf 1296 Zähler und hat sicher nur noch Außenseiterchancen auf den Gesamtsieg.