Renate Götschl (AUT) hat in überzeugender Manier den Super-G der Damen in Tarvisio (ITA) für sich entschieden. In 01.18.66 Minuten verwies sie ihre Teamkollegin Nicole Hosp (+ 1,01) sowie Julia Mancuso aus den USA (+ 1,22) auf die weiteren Plätze.

Götschl eine Klasse für sich
Renate Götschl hatte die kleine Kristallkugel im Super-G ja schon vor dem Rennen gewonnen. So konnte sie auch locker fahren, was ihr in beeindruckender Manier gelang. Mit über einer Sekunde Vorsprung distanzierte die 'Speed-Queen' die Konkurrenz und feierte damit ihren 45. Weltcup-Sieg. Mit nunmehr 17 Weltcup-Siegen im Super-G ist Götschl auch die erfolgreichste Skirennläuferin in dieser Disziplin.

Favoritinnen liefern sich hochklassiges Rennen
Auch die anderen Favoritinnen auf den Gesamt-Weltcup zeigten am Sonntag gute Leistungen. Marlies Schild hatte die Startnummer zwölf und fuhr für ihre Verhältnisse einen sehr guten Super-G, der sie am Ende auf den zwölften Platz brachte und sie im Ziel jubeln ließ. Nicole Hosp und Julia Mancuso fuhren kurz vor Götschl und holten sich die weiteren Podestplätze neben der Siegerin. Damit waren die überragenden Athletinnen der letzten Wochen auch beim Super-G in Tarvisio auf dem Podium.

Pärson vergibt möglichen Sieg
Weltmeisterin Anja Pärson (SWE) hatte beim Super-G nicht so viel zu lachen. Die Schwedin war sensationell unterwegs und hatte im oberen Bereich die beste Zeit, doch nach dem Zielsprung verpasste sie ein Tor und schied damit aus. Das hätte sonst durchaus der Sieg für Pärson sein können.

Riesch in den Top Ten
Vom Deutschen Skiverband waren drei Athletinnen beim Super-G in Tarvisio mit dabei. Maria Riesch (SC Partenkirchen) konnte dabei überzeugen und schaffte eine gute Platzierung. Mit einer guten Linie war sie schnell unterwegs und erreichte den achten Rang, was zugleich ihr bestes Resultat im Super-G in dieser Saison ist.


Haltmayr in Lenzerheide dabei
Gina Stechert hatte Startnummer vier und zeigte ebenfalls ein gutes Rennen. Am Ende reichte es für die junge Deutsche zum 21. Platz. Petra Haltmayr ließ die Abfahrt am Samstag aus und konzentrierte sich auf den Super-G. Bis zum Schluss legte die Deutsche eine ausgezeichnete Fahrt hin, doch nach einem Fehler am Ende der Fahrt wurde Haltmayr 28. Dennoch schaffte sie damit neben Riesch die Qualifikation für das WC-Finale in der Lenzerheide.

Spannender Kampf um den Gesamt-Weltcup
Nach dem Wochenende in Tarvisio hat sich der Kampf um die Gesamtwertung weiter zugespitzt. Alle vier Kandidatinnen haben kräftig gepunktet und sind weiterhin mit dabei. Derzeit führen Götschl und Mancuso punktgleich mit 1199 Punkten vor Hosp, die allerdings nur 13 Zähler dahinter ist. Schild liegt auch nur 29 Punkte hinter den Führenden zurück. Am nächsten Wochenende stehen in Zwiesel zwei Technik-Rennen an. Dort wird dann wieder Schild angreifen und die Spitze attackieren. Für Spannung ist also reichlich gesorgt.