Nach den beiden spannenden Slaloms in Kitzbühel wurde von den Technik-Spezialisten auch beim Nachtslalom in Schladming (AUT) eine tolle Show geboten. Am Ende siegte der Österreicher Benjamin Raich mit 01:42,55 Minuten vor dem wieder starken Schweden Jens Byggmark (+ 0,38) und Mario Matt aus Österreich (+ 0.60).

Letzter Wettbewerb vor der WM
Der Nachtslalom in Schladming war wie immer ein Event der Extraklasse. Viele Zuschauer, tolle Stimmung und eine spannende Entscheidung. Zusätzlich bot der Slalom für die Spezialisten die letzte Chance, sich für die alpine Ski-Weltmeisterschat in Are (SWE) zu empfehlen. Der extrem schwere Kurs tat dann sein Übriges dazu, dass die Zuschauer in Schladming voll auf ihre Kosten kamen.

Österreich gegen Schweden
Die beiden stärksten Nationen derzeit im Slalom sind eindeutig Österreich und Schweden. Alleine 13 Fahrer stellten diese beiden Teams im Finale. Nach dem ersten Durchgang lagen die beiden Österreicher Mario Matt und Benjamin Raich vorne, nur durch sieben Hundertstel getrennt. Dahinter lauerte der zweimalige Kitzbühel-Sieger Jens Byggmark, der dann im Finale auch vorlegte. Byggmark attackierte erneut voll und legte mit Laufbestzeit den beiden Österreichern viel vor.

Raich kontert
Danach kam Raich, der in Schladming immer gut ist. So auch am Dienstag. Er meisterte alle Klippen, darunter auch den schweren Steilhang und konterte den Traumlauf des Schweden. Raich setzte sich damit an die Spitze. Nun war es an Mario Matt. Der Österreicher fuhr wie schon in Kitzbühel bärenstark, doch ein kleiner Fehler im Steilhang kostete schon den Sieg. Am Ende reichte es nur zu Platz drei und Raich konnte seinen dritten Saisonsieg feiern.


Viele Ausfälle
Der schwere, steile Kurs in Schladming forderte bereits im ersten Lauf viele Opfer. So schieden zahlreiche Läufer aus. Darunter waren so bekannte Namen wie Kalle Palander, Akira Sasaki, Michael Janyk und Rainer Schönfelder. Insgesamt erreichten 27 Athleten in Durchgang eins das Ziel nicht. Auch im Finale schieden noch einmal fünf Läufer aus.

Finale ohne DSV-Beteiligung
Auch die beiden deutschen Hoffnungen, Alois Vogl und Felix Neureuther, wurden im ersten Durchgang Opfer des schweren Kurses. Neureuther reiste nach seinen guten Ergebnissen in Kitzbühel mit viel Selbstvertrauen an, schied jedoch am Dienstag schon im oberen Teil aus. Auch Vogl erwischte es. Nach guter Zwischenzeit hatte er allerdings dann Probleme beim Zielhang und war zehn Tore vor dem Ziel draußen. Der dritte DSV-Starter, Stefan Kogler, schied ebenfalls im ersten Lauf aus.

Svindal weiter in Führung
Nun macht der alpine Ski-Weltcup eine Pause, denn am Wochenende startet die Weltmeisterschaft in Are. Aksel-Lund Svindal fährt als Führender im Gesamt-Weltcup nach Are. In Schladming erreichte der Norweger den 13. Rang und hat nun 780 Punkte auf dem Konto. Auf den zweiten Rang hat sich nach den starken letzten Wochen der Österreicher Benjamin Raich geschoben vor Didier Cuche. Im Slalom-Weltcup konnte Jens Byggmark seine Führung vor Raich verteidigen.