Um ein Haar hätte Renate Götschl bei den Rennen in San Sicario, der zweite Weltcup in Italien nach Cortina d´Ampezzo, gleich alle Wettbewerbe für sich entschieden. Die Speed Queen siegte auf der Piste Fraiteve Olympique zweimal in Super-G und Abfahrt und verpasste im zweiten Super-G als Zweite nur knapp ihren 45. Weltcup-Sieg.

Rückkehr zur Olympiapiste
Der Super-G am Freitag, der als Nachholtermin für den ausgefallenen Wettbewerb in Altenmarkt-Zauchensee angesetzt war, beinhaltete wenig Spannung. Die ersten beiden Plätze gingen an die Top-Favoritinnen Renate Götschl (AUT) und Lindsey Kildow (USA). Die junge Österreicherin Christine Sponring schaffte als Dritte den Sprung aufs Treppchen.

Österreichisches Triple bei der Abfahrt
Zur Halbzeit des San Sicario Weltcups war ein österreichisches Triple auf dem Siegerpodest anzutreffen. In der Abfahrt am Samstag, den 27. Januar konnte sich erneut Renate Götschl vor ihren Konkurrentinnen behaupten. Begleitet wurde sie auf den Plätzen von ihren Teamkolleginnen Elisabeth Görgl und Maria Holaus. Somit waren selbst die starken US-Amerikanerinnen Lindsey Kildow und Julia Mancuso chancenlos, was den Sieg anbetraf, und
mussten sich mit den Rängen vier und fünf begnügen.

Historische Leistung von Götschl bei Kildow-Sieg
Beim zweiten Super-G sah es lange Zeit so aus, als könne sich die früh ins Rennen gegangene Christine Sponring (AUT)Hoffnungen auf einen Sieg machen. Erst Lindsey Kildow und Renate Götschl mit Startnummer 29 und 30 attackierten die Zeit der Österreicherin und setzten sich knapp vor ihr an die Spitze des Feldes. Dabei war die US-Amerikanerinnen Kildow dieses Mal die Glücklichere und machte ihren siebten Weltcup-Triumph perfekt. Renate Götschl hingegen verpasste zwar am Sonntag knapp den Hattrick, dennoch gab es für die Grande Dame des alpinen Skisports gleich zweimal Grund zur Freude. Sie konnte sich über den 100. Podestplatz ihrer Karriere freuen und hat ganz nebenbei die Führung im Gesamtweltcup mit nun über 1000 Punkten übernommen.


Deutsche Athletinnen mit aufsteigender Tendenz
Die deutschen Ski-Damen zeigten besonders beim letzten Rennen erfreuliche Ergebnisse. Gina Stechert, die beste DSV-Athletin in den jeweiligen Super-Gs war, wurde bereits beim am Freitag 16. und konnte sich am Sonntag noch mal auf den zehnten Platz verbessern. Maria Riesch notierte mit drei Resultaten unter den besten 21 eine aufsteigende Tendenz, die am Sonntag nochmals mit dem 12. Rang im Super-G unterstrichen wurde.