In diesem Jahr versprechen die Lauberhornrennen eine besondere Spannung, denn es gibt viele verschiedene Sieganwärter, die sich die Plätze in einer Super-Kombination, einer Abfahrt und einem Slalom streitig machen werden. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und die warmen Temperaturen bis zu zwölf Grad über Null keine unfairen Bedingungen auf der Piste verursachen oder gar die Rennen verhindern.

Svindal bisher bester Allrounder
Gewannen im letzten Jahr noch Benjamin Raich (AUT), Daron Rahlves (USA) und Giorgio Rocca (ITA) die Klassiker in der Schweiz, ist die Leistungsdichte in diesem Winter so hoch, dass die ersten zehn Fahrer der Weltcupgesamtwertung für einen Sieg in Frage kommen. Der Norweger Aksel Lund Svindal führt hier vor Didier Cuche (SUI) und Bode Miller. Svindal gewann auch die erste Super-Kombi in Beaver Creek. Auf der Reiteralm war Ivica Kostelic (CRO) siegreich.

Schweiz, Österreich und USA hungrig auf den Abfahrtssieg
Mit zwei Siegen im Super-G und einem in der Abfahrt hat sich US-Fahrer Bode Miller als Favorit für die Speeddisziplinen empfohlen. Aber auch Didier Cuche sollte mit seinen drei zweiten Plätze motiviert genug sein, endlich den obersten Platz auf dem Podium einzufahren. Marco Büchel (LIE) und Steven Nyman (USA) sind ebenfalls als Anwärter zu nennen. Zuletzt zeigte sich Michael Walchhofer aus Österreich zwischen den Jahren in Bormio in bestechender Form und dominierte beide Abfahrtsrennen.

Wer gewinnt im Stangenwald?
Überraschungssieger Marc Berthod aus der Schweiz profitierte beim Slalom in Adelboden zwar von den Bedingungen, doch dieser Triumph sollte das Kämpferherz des jungen Schweizers geweckt haben. Die Favoriten sind aber vermehrt unter den etablierten Fahrern wie Raich und Rocca zu suchen. Doch auch der Schwede Markus Larsson, der den Slalomweltcup anführt, hat in seiner derzeitigen Form beste Chancen seinem Sieg aus Alta Badia einen weiteren hinzuzufügen.


Vogl auf dem Weg zur WM-Quali
Stephan Keppler und Felix Neureuther können in ihren jeweiligen Disziplinen locker auffahren. Sie haben die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Are bereits in der Tasche. Doch Routinier Alois Vogl steht unter Zugzwang. Er verpasste bisher den Sprung unter die besten Zehn oder schied meist aussichtsreich positioniert durch einen Fehler aus. In Wengen konnte allerdings schon gewinnen - vielleicht gelingt ihm hier der Durchbruch.