Marlies Schild bleibt im Slalom das Maß der Dinge. Die Österreicherin gewann in Kranjska Gora bereits ihr fünftes Rennen in dieser Saison. Zweite wurde die Tschechin Sarka Zahrobska vor Veronika Zuzulova aus der Slowakei.

Schild mit zwei Bestzeiten
Derzeit kann es im Damenslalom nur eine Siegerin geben: Marlies Schild ist einfach nicht zu schlagen. Dabei kann sich die ÖSV-Athletin auch den ein oder anderen Fehler leisten. Nach dem ersten Durchgang lag Schild mit vier Zehnteln vor Sarka Zahrobska, die einen starken Lauf zeigte. Auf Rang drei lag Kathrin Zettel, die sich derzeit mit Hüftbeschwerden die Pisten herunter kämpft. Im Finale fuhr Schild erneut Laufbestzeit und sicherte sich so den fünften Sieg im sechsten Slalom der Saison.

Zahrobska und Zuzulova etablieren sich in der Weltspitze
Im Finale setzte zunächst die 17-jährige Nina Loeseth das erste Ausrufezeichen. Die Norwegerin lag nach dem ersten Durchgang auf dem 29. Platz. Mit einem beherzten Lauf verbesserte sie sich noch auf den Rang 17. Drei Podiumskandidatinnen schieden im Finale aus. Sowohl Anja Pärson, Therese Borssen, Resi Stiegler als auch Kathrin Zettel gingen am Ende ohne Weltcup-Punkte nach Hause. Vom Ausfall Zettels profitierte Veronika Zuzulova. Die Slowakin ging als Viertletzte auf die Piste und übernahm die Führung. Durch Zettels Patzer schaffte sie erst zum zweiten Mal überhaupt den Sprung auf das Weltcup-Podium. Danach folgte ein Traumlauf von Sarka Zahrobska, die eine Sekunde schneller war. Dies toppte Marlies Schild dann aber noch einmal, sodass Zahrobska weiter auf ihren ersten Weltcup-Sieg warten muss. Sowohl die Tschechin als auch Zuzulova etablieren sich mehr und mehr in der Weltspitze.


Gerg einzige Deutsche im Finale
Von den sieben Deutschen konnte sich nur Annemarie Gerg unter den besten 30 platzieren. Die Slalomspezialistin lag nach dem ersten Durchgang noch in den Top Ten. Im Finale rutschte sie zu viel, sodass sie noch zwei Plätze einbüßte und am Ende Zwölfte wurde. "Ich habe versucht, zuzulegen. Ich bin aber etwas zu verhalten gefahren", analysierte Gerg ihren zweiten Lauf. Kathrin Hölzl, Monika Bergmann-Schmuderer und Maria Riesch verpassten das Finale. Carolin Fernsebner, Susanne Riesch und Fanny Chmelar schieden aus. Vor allem für Susanne Riesch geht damit eine Serie von Enttäuschungen weiter. Nach ihrem sesationellen fünften Platz von Levi zum Auftakt kam sie kein weiteres Mal ins Ziel.

Schild zieht einsam ihre Kreise
Im Slalomweltcup zieht Marlies Schild einsam ihre Kreise. Die 25-Jährige liegt mit 560 Punkten an der Spitze. Zweite ist Therese Borssen mit 292 Zählern vor Ana Jelusic (283). Im Gesamtweltcup bleiben weiterhin drei Österreicherinnen an der Spitze. Ganz vorne ist Schild (797). Zweite ist Nicole Hosp (700), Dritte Kathrin Zettel (562).