Bode Miller hat beim Super-G der Herren in Hinterstoder einen klaren Sieg eingefahren. Mit knapp acht Zehntelsekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Italiener Peter Fill ließ er der Konkurrenz schlicht keine Chance. Dritter wurde Hermann Maier. Bester Deutscher war Johannes Stehle, der auf Rang 38 aber die Punkteränge klar verpasste.

Miller führt im Gesamtweltcup
Es war eine eindrucksvolle Demonstration des Amerikaners auf der Höss-Strecke in Hinterstoder. Der Super-G musste verkürzt ausgetragen werden, Nebelschwaden behinderten die Sicht der Fahrer. Aber nur ein Mann kam wirklich ohne erkennbare Fehler und mit vollem Risiko durch. Bode Miller war wie schon in Gröden eine Klasse für sich und holte sich damit seinen dritten Saisonsieg. Als Lohn übernahm er nicht nur die Führung in der Super-G Wertung, auch im Gesamtweltcup steht Miller nun vor seinem größten Konkurrenten Aksel-Lund Svindal.

Italien mit starker Mannschftsleistung
Ebenfalls eine starke Leistung zeigte Peter Fill. Der Italiener fuhr mit Startnummer 24 Bestzeit und löste damit den lange führenden Silvan Zurbriggen ab. Mit Fill an der Spitze konnten die Italiener auch als Mannschaft glänzen: Patrick Staudacher belegte Rang acht, fünf weitere Fahrer sammelten Weltcup-Punkte. Auch die Schweizer klassierten sich mit sechs Fahrern unter den besten 30, wobei neben Zurbriggen, der letztlich als Vierter die Podestränge nur um zwei Hundertstel verpasste, auch Didier Cuche unter den besten Zehn einfuhr.

Maier auf dem Podest - Walchhofer und Raich erneut schwach
Für Österreich war es in Hinterstoder nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Hermann Maier startete als Letzter der Siegaspiranten in rot-weiß-rot und schob sich noch auf das Podest, aber auch er musste eine Sekunde Rückstand zum Sieger hinnehmen. Fritz Strobl auf Rang fünf und Georg Streitberger als Siebter schönten das Ergebnis, doch die Bilanz der weiteren Asse gab doch zu denken. Für Christoph Gruber reichte es auf Platz 19 noch für Punkte, Michael Walchhofer und Benjamin Raich landeten wie Hannes Reichelt und Matthias Lanzinger abgeschlagen auf Plätzen jenseits der 30. Hans Grugger und Mario Scheiber schieden nach Stürzen sogar ganz aus.


Keine Punkte für Keppler und Stehle
Auch für den DSV gab es nichts zu jubeln. Stephan Keppler ging als Vierter ins Rennen, hatte aber einige Fehler in seinem Lauf und wurde bis auf Platz 47 durchgereicht. Für Johannes Stehle lief es nur wenig besser, er belegte den 38. Rang. Keinen guten Tag erwischte auch John Kucera der seine Führung in der Super-G Wertung nach Platz 29 nicht verteidigte.

Im letzten Rennen vor Weihnachten fahren die Herren am 21. Dezember noch einen Riesenslalom.