Nach dem überraschenden Auftakt der Speed-Rennen der Herren in Lake Louise (CAN), steht nun die "Mini-WM" mit vier Rennen in Beaver Creek (USA) auf dem Programm. Dabei sind sowohl die Techniker als auch die Speed-Fahrer gefragt, die in einer Abfahrt, einer Super-Kombination, einem Riesenslalom und einem Slalom um die nächsten Weltcup-Punkte kämpfen werden.

Viele Sieganwärter in den Speed-Disziplinen
Zu den Favoriten in den Speed-Wettbewerben gehören nach wie vor die Österreicher, was ein Trainings-Doppelsieg von Michael Walchhofer und Christoph Gruber unter Beweis stellte. Auf der anspruchsvollen ’Birds of Prey’ wird sich dann auch herausstellen, wie die Sensationssiege von Marco Büchel (LIE) und John Kucera (CAN) zu bewerten sind. Können sie an ihre Leistungen anknüpfen oder sind die Siege nur als die berühmte Eintagsfliege anzusehen? Um Podiumsplätze mitkämpfen möchten vor heimischer Kulisse auch die US-Amerikanischen Starter, die bisher noch nicht die erwarteten Erfolge zeigen konnten. Traut man den Trainingsresultaten, reden durchaus auch Fahrer aus weiteren Nationen ein Wörtchen um den Sieg mit. Denn der Schwede Patrik Järbyn und der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin waren im Training ebenfalls ganz vorne mit dabei.

Raich und Rocca sind Favoriten im Technikbereich
Die herausragenden Techniker des letzten Jahres, Benni Raich (AUT) und Giorgio Rocca (ITA), haben bereits in Levi bewiesen, dass ein Sieg im Slalom nicht ohne sie vergeben wird. Voraussichtlich ist das auch im Riesenslalom der Fall. Mit einem weiteren Athleten, der auch auf Atomic unterwegs ist, reiht sich auch der Schwede Markus Larsson in die Reihe der Sieganwärter ein. Aber auch die Österreicher Rainer Schönfelder und Manfred Pranger sollte man auf der Rechnung haben.


Super-Kombination fordert Allrounder
Benjamin Raich wird sein Potenzial in den Technikwettbewerben auch in der Super-Kombination zugute kommen. Falls es Defizite bei der Abfahrt geben sollte, kann er das mit einem Top-Ergebnis im Slalom wieder ausgleichen. Sollte Bode Miller zu seiner Form früherer Tage zurückfinden, ist auch dem Amerikaner ein Resultat unter den ersten Fünf oder sogar der Sieg zuzutrauen.

Deutsche Starter mit Außenseiterchancen
Der achte Platz im Lake Louise sollte dem Selbstvertrauen von Stephan Keppler so einen Schub versetzt haben, dass er ein weiteres Mal in der Lage ist, Weltcup-Punkte zu sammeln. Ein gutes Resultat ist auch Alois Vogl zu wünschen, der im Technikwettbewerb an den Start gehen wird. Schafft er es, eine gute Leistung im ersten Durchgang auch im zweiten Lauf noch einmal zu zeigen, dürfte einem vorderen Platz nichts im Wege stehen. Dasselbe gilt auch für Felix Neureuther, der neben Slalom und Riesenslalom auch die Kombination fahren wird.