Nach drei Technik-Wettbewerben haben die Österreicherinnen im Skiweltcup das Ruder fest in der Hand. Auch in Aspen gingen die Siege in die Alpenrepublik, dabei konnte Kathrin Zettel erstmals triumphieren.

Schild und Co. in Gala-Form
Drei Siege, sieben von neun möglichen Podestplätzen und die Plätze eins bis vier im Gesamtweltcup: Das ist die durchaus beeindruckende Bilanz der Österreicherinnen bislang. In Aspen setzten sie sowohl beim Riesenslalom als auch beim Slalom ihre Erfolgsserie fort. Die Siegerinnen hießen Zettel und Schild.

Erster Weltcup-Sieg für Zettel
Kathrin Zettel konnte es kaum fassen: Nach einem starken Auftritt im Finale des Riesenslaloms riss sie die Arme in die Luft. Sie hatte Tanja Poutiainen den Sieg entreißen können, nachdem die Finnin im ersten Durchgang brilliert und die Konkurrenz deklassiert hatte. Es war Zettels erster Erfolg, nachdem ihr im letzten Jahr bereits eine Reihe sehr guter Platzierungen geglückt waren. Auf Platz drei fuhr Michaela Kirchgasser, die auch eine sehr gute Form unter Beweis stellte.

Schild dominiert die Slalom-Konkurrenz
Während Marlies Schild im Riesenslalom ausschied, wurde sie im Slalom ihrer Rolle als Topfavoritin gerecht. Erneut fuhr sie zweimal Laufbestzeit und siegte klar vor Nicole Hosp und Therese Borssen aus Schweden. Während Schild in dieser Verfassung ihre Lieblingsdisziplin zu dominieren droht, schob sich Hosp im Gesamtweltcup an die erste Stelle. Dort dürfte sie bei dieser Leistungskonstanz eine Weile bleiben, vor allem, wenn sie auch in den Speedrennen wieder punkten kann wie im Vorjahr.


DSV-Damen weiter obenauf
Bei den Deutschen gab es erneut gute Ergebnisse. Kathrin Hölzl und Maria Riesch punkteten im Riesenslalom, wobei Hölzl als Sechste glänzte und bereits die WM-Tickets gelöst hat. Riesch steigerte sich im Finale um zehn Plätze, musste aber einen Tag später eine Schrecksekunde überstehen. Sie stürzte, entging aber einer neuerlichen Verletzung. Beste Deutsche war hier Monika Bergmann-Schmuderer auf Position sieben, die in dieser Verfassung sicher auch bald wieder im offiziellen Kader des DSV stehen dürfte. Immerhin stehen die Damen im Nationencup nach drei Rennen an dritter Stelle - so gut wie schon lange nicht.

Für die Damen stehen die nächsten Rennen in Lake Louise an. Vom 1. bis 3. Dezember sind dann die Speedfahrerinnen an der Reihe und werden zwei Abfahrten und einen Super-G absolvieren.