Die Speed-Rennen in Lake Louise standen ganz im Zeichen der Gastgeber. Mit dem Sieg im Super-G sorgte John Kucera für eine kleine Sensation, auch der zweite Platz von Manuel Osborne-Paradis fällt in diese Kategorie.

Überraschung auf kanadisch
Begünstigt wurden die guten Ergebnisse von Kanadas Speedfahrern sicherlich auch von ihren frühen Startnummern, allerdings wussten sie diese Bedingungen auch zu nutzen. Die Favoriten fanden in Abfahrt und Super-G keine Idealbedingungen mehr vor und enttäuschten bis auf wenige Ausnahmen. Lake Louise sorgte damit für einen durchaus überraschenden Speed-Auftakt.

Büchel ältester Abfahrtssieger im Weltcup
Den Auftakt machte die Abfahrt, bei der Osborne-Paradis mit Startnummer vier beinahe den Siegerlauf zeigte. Nur Marco Büchel konnte diese Marke noch um fünf Hundertstel unterbieten und jubelte über seinen dritten Sieg im Weltcup. Der Liechtensteiner ist mit seinen 35 Jahren nun der älteste Abfahrtssieger aller Zeiten. Peter Fill aus Italien komplettierte das Überraschungspodium auf Rang drei.

Start-Ziel-Sieg für Kucera
Im Super-G wollten die Österreicher zurückschlagen, es kam aber anders. Nur Mario Scheiber erreichte das Siegerpodest, es jubelte dagegen John Kucera. Mit Startnummer eins ins Rennen gegangen hielt seine Bestmarke bis zum letzten Starter. Auch im Super-G ließ ein Routinier aufhorchen: schwedens Patrick Järbyn schaffte es mit seinen 38 Jahren auf den dritten Platz.

US-Stars um Miller enttäuschen
Die Verlierer von Lake Louise waren die Favoriten aus Österreich. Mit nur einem Fahrer auf dem 'Stockerl' blieben die Stars klar unter ihren Möglichkeiten. Auch das US Ski Team hat bislang einen Fehlstart zu konstatieren. Allen voran enttäuscht mit Bode Miller die Führungsfigur der zweitbesten Mannschaft des Vorwinters. Nach drei Rennen belegen die Amerikaner aber gerade Rang acht.


Mini-WM in Beaver Creek
Überraschend aus deutscher Sicht war das gute Abschneiden von Stephan Keppler, der in beiden Rennen punkten konnte und in der Abfahrt bis auf den achten Platz vorfuhr.
Bunt wie die Ergebnisse am Wochendende liest sich auch der aktuelle Stand im Gesamtweltcup. Hier führt Levi-Sieger Benni Raich vor Kucera und Büchel. Diese Ordnung dürfte aber wenig aussagekräftig sein. Bereits in den USA werden die Karten wieder neu gemischt. Auf der schweren 'Bird of Prey'-Abfahrt trennt sich jedenfalls die Spreu vom Weizen. Vom 30. November bis 3. Dezember werden hier neben der Spezialabfahrt aber auch eine Super-Kombi, ein Riesenslalom und ein Slalom ausgetragen.