Beim ersten Training zum Abfahrtsrennen im kanadischen Lake Louise am Samstag hat es bereits einige Vorkommnisse gegeben, die darauf hindeuten, dass auch das Rennen äußerst spannend werden dürfte. Noch unklar ist bisher der Einsatz von Hermann Maier, der das Abfahrtstraining verpasste.

Sechs Nationen unter den Top Ten im Training
Unter den ersten Zehn im Training befanden sich gleich sechs Nationen. Der Österreicher Christoph Gruber kam mit der besten Zeit von 1:54,27 ins Ziel. Im Hundertstelsekunden-Takt wurden danach die Plätze zwei an Kurt Sulzenbacher (ITA) und drei an den Schweizer Didier Cuche vergeben. Auch die US-Amerikaner Bode Miller und Marco Sullivan als Vierter und Fünfter kündigten an, dass sie ein Wörtchen um den Sieg am Samstag mitreden wollen.

Komplikationen beim Verlauf
Dabei verlief das Training keinesfalls ganz reibungslos ab. Große Neuschneemengen, die nicht optimal entfernt werden konnten, machten die Strecke schwer befahrbar. Schlechte Sichtverhältnisse hatten Verzögerungen der Starter zur Folge, die, im Ziel angelangt, ihre Zeiten nicht angezeigt bekamen.

Deutsche im hinteren Teil des Feldes
Mit hohen Startnummern wurden Johannes Stehle und Felix Neureuther auf den Plätzen 60 und 63 beste Deutsche. Stephan Keppler und Stefan Kogler kamen auf den Rängen 71 und 73 ins Ziel. Für das Abfahrtsrennen stehen den Deutschen zwei Startplätze zur Verfügung.


Hermann Maiers Start in Gefahr?
Laut Prognosen sollen sich die Wetterverhältnisse in den nächsten Tagen verschlechtern. Somit ist die Durchführung eines weiteren Trainingslaufs in Gefahr. In den FIS-Regeln steht geschrieben, dass ein Fahrer, ohne zuvor die Strecke getestet zu haben, nicht zum Rennen zugelassen wird. Daher ist Hermann Maiers Start am Weltcup-Wochenende fragwürdig, verbrachte er doch planmäßig einige freie Tage in Los Angeles und verpasste so das erste Training.