Nach der Absage des Weltcup-Auftakts in Sölden (AUT) ging es in Levi (FIN) endlich los. Dabei bescherten Marlies Schild, Nicole Hosp und Kathrin Zettel Österreich einen Dreifach-Triumph. Sensationelle Fünfte wurde Susanne Riesch.

Dominanz von Marlies Schild
Ohne Janica Kostelic (CRO) und mit einer Anja Pärson (SWE), die sich nach einer Knieoperation noch nicht wieder in Topform präsentierte, fehlte Marlies Schild die Konkurrenz. Schild hatte bereits nach dem ersten Durchgang einen komfortablen Vorsprung von sechs Zehnteln auf Ana Jelusic (CRO). Auch im zweiten Durchgang fuhr sie Bestzeit und setzte sich mit der Gesamtzeit von 1:45.66 Minuten souverän durch. Damit feirte Marlies Schild, die diese Saison auch in den Kampf um den Gesamtweltcup eingreifen will, ihren achten Erfolg im Weltcup.

Zettel von sieben auf drei
Mit ihren Teamkolleginnen Nicole Hosp (+0.80 Sekunden) und Kathrin Zettel (+1.17) stehen ebenfalls zwei bekannte Gesichter der letzten Slalomsaison auf dem Treppchen. Vor allem Zettel zeigte im zweiten Durchgang ihr ganzes Können und fuhr mit der gleichen Laufzeit wie Schild noch von Rang sieben auf drei. Das Treppchen räumen musste dagegen Ana Jelusic. Die 19-jährige Kroatin vertrat ihr Land in Abwesenheit von Superstar Janica Kostelic, die diesen Winter komplett pausieren will, mit Platz vier aber bestens.

DSV stärkste Nation - Susanne Riesch überrascht
Im ersten Durchgang starteten sowohl acht Deutsche als auch acht Österreicherinnen. Ins Finale schafften es aber nur fünf ÖSV-Damen, aber sieben vom DSV. Damit stellte der Deutsche Skiverband die stärkste Nation im Finale. Beste Deutsche wurde überraschend die junge Schwester von Maria Riesch Susanne. Die Partenkirchenerin fuhr mit der hohen Startnummer 48 noch bis auf Platz fünf nach vorne. Diesen Platz verteidigte sie dann im zweiten Durchgang dank ihrer mutigen Fahrweise.

Bergmann-Schmuderer auf Rang sechs
Auf Rang sechs landete in beiden Durchgängen Monika Bergmann-Schmuderer. Die 28-Jährige, die vor der Saison aus dem Kader gestrichen wurde und sich selbstständig auf den anstehenden Winter vorbereiten musste, fuhr so engagiert wie selten in der letzten Saison. Das Ergebnis ist ein erstes gutes Argument, um auch nach Weihnachten einen deutschen Startplatz zu erhalten.


Gelungenes Comeback von Maria Riesch
Auch die Leistungen der anderen deutschen Athletinnen konnten sich sehen lassen. Maria Rieschs Comeback kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. Zwar merkte man der Partenkirchenerin noch ihre lange Wettkampfpause an, aber Platz 22 ist der erste Schritt zurück in den Weltcup. Annemarie Gerg wurde trotz Kniebeschwerden Elfte, Kathrin Hölzl 25. und Veronika Staber 27., die damit alle ihre ersten Weltcup-Punkte einfuhren. Im zweiten Durchgang schied Christina Ammerer aus. Nicht für das Finale qualifizierte sich Fanny Chmelar.