Vor weniger als sechs Monaten hat sich Dane Spencer, Olympia-Teilnehmer von 2002, in einem Ski-Rennen die Halswirbelsäule gebrochen. Heute läuft er wieder ohne Gehstück oder Krücken, und plant seine Rückkehr zum Skisport vielleicht schon für diesen Winter. "Die Dinge sind gut, ich kann mich nicht beklagen. Im Allgemeinen verläuft meine Heilung schneller als erwartet, und ich fühle mich im Moment ziemlich gut. Ich denke ich bin dabei, mich an die neue Lage zu gewöhnen", sagte er.

Spencer bleibt aktiv
"Ich bin einfach froh, wieder voll einsatzfähig zu sein. Ich komme viel raus. Zum Beispiel habe ich eine Wanderung über 12 Meilen in den Bergen gemacht und viele Arbeiten an meinem Haus erledigt", sagte er. Spencer, der nicht nur bei Olympia 2002 gefahren ist (16. im Riesenslalom), sondern auch bei vier Weltmeisterschaften antrat, ist zweimaliger U.S. Alpin-Champion und wurde für seine zwölfte Saison im U.S. Ski Team nominiert.

Erholung nach schwerem Schlag
Am 14. Februar diesen Jahres, gerade nachdem ihm im Starthaus eines nordamerikanischen Rennens auf dem Big Mountain in Montana gesagt wurde, dass sein US-Kollege Ted Ligety die Gold-Medaille in der Kombination in Turin gewonnen hatte, fiel Spencer und erlitt einen Bruch der Halswirbelsäule, einen Beckenbruch, und weitere Verletzungen. Am 20. März verließ er ein Krankenhaus in seiner Heimatstadt Boise mit den Worten: "Ich habe Glück, am Leben zu sein." Er war zunächst auf eine Gehhilfe angewiesen, bevor er auf Krücken und einen Gehstock umstieg. Den Gehstock legte er am 5. Mai ab, wie er sagte.



Hoffentlich bald wieder auf Skiern
Diesen Monat wird er nicht in Neuseeland dabei sein, wo seine Team-Kollegen das alljährliche Trainings-Lager im Schnee abhalten werden, und er ist auch noch nicht bereit, bei einem Weltcup anzutreten. Spencer zeigt sich dennoch nach seiner raschen Erholungsphase optimistisch, von seinen Team-Ärzten die medizinische Erlaubnis zu kriegen, bis November wieder auf Skiern stehen zu können. Die Teilnahme an Rennen läge dann noch in etwas weiterer Ferne.

Ärzte wundern sich
"Ich meine, ich sehe einige der Ärzte bei der Therapie im Krankenhaus, und sie haben diesen Gesichtsausdruck 'Weißt du, dass das ein kleines Wunder ist?' als ob sie es selbst nicht glauben können. Ich habe nichts womit ich es vergleichen könnte. Ich tue nur das, womit ich mich wohl fühle", sagte er. "Und ich weiß was für ein Glück ich habe, dass ich es tun kann."

Sponsoren-Vertrag
Er hat seit zwei Jahren einen Vertrag mit Tamarack als Kopf-Sponsor - einem Hotel in McCall, Idaho. "Wir hatten den Vertrag letztes Jahr angefangen in Beaver Creek [bei den Birds of Prey Rennen] im Dezember. Aber dann wurde ich verletzt und sie hatten keinen großen Werbeeffekt. Also war es toll von Tamarack, den Vertrag zu verlängern. Wir arbeiten noch Details aus, wie ich ihnen, außer den Namen und das Logo zu tragen, sonst noch helfen kann."

Training ab Oktober
Spencer plant für Oktober einen Umzug nach Park City, Utah, um dort ganzzeitig auf den Anlagen des Ski Teams zu trainieren. Wenn alles gut geht, hofft er im November in Colorado wieder auf den Brettern zu stehen - "Wenn es sein muss auf sehr beschränkte Art, aber wir werden sehen, wie die Dinge sich entwickeln. Zum Weltcup zurückzukehren hat natürlich oberste Priorität, aber ich will dann auch wirklich bereit sein, und das Ski Team will, dass ich zu 100% gesund bin."