Maria Jose Rienda-Contreras hat den Riesenslalom in Hafjell-Kvitfjell (NOR) gewonnen. Die Spanierin siegte mit einer Gesamtzeit von 2:22.64 Minuten vor Nicole Hosp (AUT, 2:22.89 Min.) und der Finnin Tanja Poutiainen (2:23.16 Min.).

Poutiainen nach erstem Durchgang vorne
Nach dem ersten Durchgang lag Tanja Poutiainen in Führung. Die Finnin, deren bestes Saisonergebnis der Gewinn der olympischen Silbermedaille im Riesenslalom war und vorher über sechste Pläze nicht hinaus kam, legte einen sauberen Lauf auf den Schnee und führte mit einer halben Sekunde vor Genevieve Simard. Im zweiten Druchgang zeigte Poutiainen aber Nerven, war vor allem im Mittelteil der Strecke zu passiv und wurde so nur Dritte.

Rienda-Contreras von fünf zum Sieg
Ganz anders dagegen Maria Jose Rienda-Contreras, die nach dem ersten Lauf nur auf dem sechsten Platz gelegen hatte. Die Spanierin übernahm mit Laufbestzeit die Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Auch Nicole Hosp machte einen großen Sprung nach vorne. Die Österreicherin wurde zunächst nur auf dem neunten Rang geführt, steigerte sich aber im zweiten Durchgang ähnlich wie Rienda-Contreras und stand als Zweite mit auf dem Treppchen.

Simard, Drev und Ertl-Renz mit guter Ausgangsbasis
Genau andersherum verlief das Rennen bei Genevieve Simard, Martina Ertl-Renz und Ana Drev. Simard vergab ihre Siegchancen und wurde am Ende nur Siebte. Auch die Deutsche hatte mit Platz fünf eine gute Ausgangsbasis. Ein grober Patzer kostete aber viel Zeit, sodass die 32-Jährige noch sechs Positionen einbüßte. Noch schlimmer erwischte es Ana Drev. Die Slowenin fand sich am Ende auf Platz 16 wieder, nachdem sie zunächst mit dem vierten Rang gute Chancen auf das Podest hatte.


Entscheidungen vertagt
Die Entscheidungen in den Weltcup-Wertungen wurden noch einmal vertagt. Anja Pärson hätte nur vor Rienda-Contreras ins Ziel kommen müssen, dann wäre der Schwedin die kleine Kristallkugel im Riesenslalom nicht mehr zu nehmen gewesen. Pärson wurde Fünfte und verlor so 55 Punkte auf die Spanierin. Auch der Kampf um den Gesamtweltcup bleibt weiter offen. Pärson konnte zwar wieder um fünf Punkte verkürzen, aber die Big Points macht anscheinend Janica Kostelic. Denn am Vortag hatte die Kroatin die Super-Kombination gewonnen. Auch wenn sich Michaela Dorfmeister keine Hoffnungen auf den Gesamtweltcup macht. Mit ihrem sensationellen vierten Platz im Riesenslalom konnte die beste Speed-Fahrerin dieses Winters ein paar Zähler auf die Dauerrivalinnen gutmachen.

Drei DSV-Athletinnen im Finale
Neben Martina Ertl-Renz (SC Lenggries) schafften auch Annemarie Gerg (SC Lenggries) und Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) den Sprung unter die besten 30. Annemarie Gerg hatte einen schweren Fehler im Finale und wurde daher Letzte. Hölzl konnte sich auf den 25. Rang platzieren. Damit liegt sie auf dem 25. Platz der Riesenslalomwertung, der berechtigt beim Weltcup-Finale in Are (SWE) im Riesenslalom an den Start zu gehen.