Das Verletzungspech der Deutschen Alpinfahrer nimmt kein Ende: Nach einem Sturz beim offiziellen Einfahren zum Riesenslalom-Weltcup in Ofterschwang fällt nun auch Anja Blieninger für den Rest der laufenden Saison aus.

Verletzungen der Halswirbelsäule
Die 24-jährige vom TSV Altenau war noch vor Beginn des Rennens am frühen Freitagvormittag, 3. Februar 2006, in das nahe gelegene Klinikum Kempten geflogen worden. Dort diagnostizierten die behandelnden Ärzte einen "nicht verschobenen Bruch des rechten Handgelenks", einen "knöchernen Bandausriss von der Halswirbelsäule zum Hinterkopf", eine Schädelprellung sowie Schürfwunden im Gesicht.

Keine bleibenden Schäden
"Die Verletzungen von Anja sind glücklicherweise nicht so schwer, als dass bleibende Schäden zu befürchten wären," erklärte Mannschaftsarzt Dr. Johannes Fuchs, "ein Start bei den Olympischen Winterspielen in Turin ist allerdings keinesfalls möglich." Die Verletzungen, so Dr. Fuchs weiter, erfordern eine sechswöchige Ruhigstellung. Eine Operation sei nicht notwendig.

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Bittere Verletzungsserie beim DSV
Nach Hilde Gerg und Maria Riesch (beide Kreuzbandriss) muss damit die dritte hoffnungsvolle DSV-Läuferin verletzungsbedingt auf eine Teilnahme bei den in einer Woche beginnenden Olympischen Spielen in Turin verzichten. Anja Blieninger hatte vor allem in den letzten Wochen immer wieder mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Die Sportsoldatin gilt als eines der größten Talente im DSV. Cheftrainer Wolfgang Maier: "Ich habe wirklich schon viel in meiner Trainerlaufbahn erlebt, aber für soviel Verletzungspech fehlen mir einfach die Worte. Das ist schon extrem bitter."