Beim Super-G der Damen in Cortina d'Ampezzo konnte sich die amtierende Weltmeisterin Anja Pärson durchsetzen. Die Schwedin gewann in 1:16.75 Minuten vor zwei Amerikanerinnen. Julia Mancuso, bei der WM immerhin Bronzemedaillengewinnerin, meldete sich mit einem zweiten Platz zurück (1:17.09 Min.), Dritte wurde Lindsey Kildow (1:17.53 Min.).

Mehrfache Startverschiebung
Eigentlich sollte das Rennen bereits um 10.30 Uhr gestartet werden, doch machte Neuschnee den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. So wurde der Start zunächst auf 12 Uhr, dann nochmal auf 13 Uhr verschoben. Während des Rennens war die schlechte Sicht ein Hauptproblem der Athletinnen.

Mancuso stark - Pärson siegt
Von den Umständen ließ sich aber Julia Mancuso nicht beirren. Sie legte eine fehlerfreie Fahrt auf die Piste und übernahm klar die Führung. Diese hielt bis zur Fahrt von Pärson, die mit einem schnellen Ski ausgestattet noch einmal 34 Hundertstel zulegen konnte - das reichte für den Sieg. Auch die Gesamtweltcup-Führende Janica Kostelic konnte die Schwedin nicht mehr gefährden und wurde dann sogar noch von Lindsey Kildow vom Treppchen verdrängt, nachdem die Amerikanerin im Schlussteil die beste Linie gefunden hatte.

Haltmayr im Aufwind
Petra Haltmayr startete als Vierte in das Rennen und legte eine furiose Fahrt hin. Mit vollem Risiko und einem schnellen Ski unterstrich sie, dass es in den letzten Wettbewerben einen klaren Aufwärtstrend bei ihr zu vermelden gibt. Nachdem sie zunächst klar in Führung lag, konnte sie sich am Ende über den fünften Platz freuen, ihr zweitbestes Saisonergebnis nach dem vierten Platz von der Abfahrt in Val d'Isere. Martina Ertl-Renz kam auf der ungeliebten weichen Unterlage auf den 17. Platz, Isabelle Huber und Stefanie Stemmer verfehlten als 37. und 43. die Punkteränge.

ÖSV-Bilanz ernüchternd
Damit mussten die österreichischen Damen zum ersten Mal in dieser Saison im Super-G eine herbe Niederlage einstecken. Nachdem bislang in allen Rennen mindestens eine ÖSV-Fahrerin aufs Podest gekommen war und in Aspen sogar ein Dreifachsieg gefeiert wurde, fand sich beim letzten Super-G vor Olympia Alexandra Meissnitzer als Beste der erfolgsverwöhnten Alpenrepublik nur auf Position sieben wieder. Dabei war Meissnitzer nach einem Sturz im Training sogar angeschlagen ins Rennen gegangen. Für die Super-G-Führende Michaela Dorfmeister reichte es nach einem schweren Fehler im Mittelteil nur zu Platz zehn.

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Rückschlag für Eidgenossen
Die Schweizer Fahrerinnen hatten zuletzt in einigen Rennen ihre Stärke unter Beweis stellen können - in Cortina reichte es dagegen nicht. Nadia Styger war als 14. beste Dame von Swiss Ski, nur Martina Schild und Fränzi Aufdenblatten ergatterten als 18. und 27., noch einige Weltcup-Punkte. Noch schlechter sah die Bilanz der Kanadierinnen aus, die viele Ausfälle verkraften mussten und mit Sherry Lawrence nur eine Teilnehmerin unter die besten 30 brachten.

Kaum Veränderungen in den Weltcup-Wertungen
Für die Weltcup-Stände ergibt sich nach dem Super-G ein ähnliches Bild wie zuvor. Es führt weiter Michaela Dorfmeister vor Alexandra Meissnitzer und Nadia Styger. In der Gesamtwertung hat Janica Kostelic (1208 Punkte) ihren Vorsprung vor Michaela Dorfmeister (970) sogar noch ausbauen können. Anja Pärson ist wieder etwas näher herangerückt und liegt nun mit 901 Zählern auf dem dritten Rang.