Der Italiener Giorgio Rocca hat auch den dritten Slalom in dieser Saison für sich entschieden. In einer Zeit von 1:35.98 Minuten verwies er den Kanadier Thomas Grandi (1:36.62 Min.) auf den zweiten Platz. Auf das Podest schaffte es auch der Amerikaner Ted Ligety in 1:36.65 Minuten.

Raich verpasst Doppelsieg in Slowenien
Nach dem ersten Lauf lagen dabei der Sieger vom Riesenslalom des Vortags, Benjamin Raich, und auch der Finne Kalle Palander noch vor Giorgio Rocca. Doch Palander fiel im zweiten Lauf zunächst auf den fünften Platz zurück. Danach sah es so aus, als könnte der Österreicher erneut mit klarem Vorsprung das Rennen gewinnen - doch vor dem Übergang zum Zielhang verpasste der 'Blitz aus Pitz' Benni Raich ein Tor und ging erneut leer aus. Zum zweiten Mal nach Beaver Creek profitierte Rocca damit von einem Ausfall des Pitztalers und konnte im Ziel jubeln.

Zweites Podium für Grandi
Doch der Sieg des Italieners war nicht unverdient. Rocca überzeugte im Finale mit einem sehr sauberen und auch sicheren Lauf. Ähnlich wie ihm gelang es auch Thomas Grandi und Ted Ligety, den widrigen Streckenbedingungen das richtige Maß an Risiko und Kontrolle entgegenzusetzen. Im Finale fuhr Rocca die fünftbeste Zeit - dicht gefolgt von den beiden Nordamerikanern. Ligety verpasste dabei den Sprung auf Platz zwei nur um die Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden. Für Grandi aber war es bereits der zweite Podiumsplatz in Slowenien.

Final-Bestzeit für Naoki Yuasa
In Kranjska Gora herrschten auch beim Slalom wieder schwierige Bedingungen. In beiden Läufen wurden die Zeiten der Athleten nach den ersten zehn bis zwölf Fahrern merklich schlechter, auch ohne dass größere Fehler zu sehen waren. So kamen in Durchgang eins sehr große Rückstände zustande, wogegen sich im zweiten Lauf das Klassement noch einmal komplett drehte. Der Podkoren-Hang wurde seinem Ruf wieder gerecht, einer der schwersten Hänge im ganzen Weltcup-Zirkus zu sein. Die Bedingungen zu Beginn des zweiten Laufs wussten vor allem zwei Fahrer zu nutzen: Naoki Yuasa aus Japan fuhr Bestzeit in Durchgang zwei und stieß damit von Platz 27 noch auf Position sieben vor. Johann Brolenius schaffte immerhin noch den Sprung von 23 auf Rang sechs. Das Finale sah aber auch große Verlierer: Neben Raich fielen auch Mario Matt (AUT) und Ivica Kostelic (CRO) aus, die an vierter und fünfter Stelle gelegen hatten. Bereits in Durchgang eins war Bode Miller ausgeschieden.

Neureuther trotz Handverletzung auf Platz 20
Drei DSV-Starter waren in Kransjka Gora am Start. Alois Vogl und Felix Neureuther gingen dabei gehandicapped an den Start: Während Vogl mit einem Muskelfaserriss antrat, hat Neureuther eine Handverletzung noch nicht auskurieren können. Außerdem hatte Stefan Kogler gemeldet. Vogl startete als erster der Deutschen und hatte bereits früh im Lauf einen groben Fehler. Die restliche Fahrt verlief fast ohne weitere Verluste, doch für das Finale fehlte eine Winzigkeit: Als 31. scheiterte Vogl an nur zwei Hundertstelsekunden. Besser lief es für Felix Neureuther, der volles Risiko ging und belohnt wurde. Trotz der hohen Startnummer 37 qualifizierte er sich für das Finale und kam im zweiten Durchgang noch auf die 20. Position. Stefan Kogler ging mit Startnummer 55 ins Rennen und musste seinem Risiko Tribut zollen. Nach einem Torfehler schied er aus.

Svindal übernimmt Gesamtweltcup-Führung
Im Slalom-Weltcup bleibt damit Giorgio Rocca das Maß der Dinge: Mit 300 Punkten hat er die Maximalpunktzahl auf seinem Konto. Im Gesamtweltcup sind die Fahrer weiter zuammengerückt. Bode Miller verlor nach seinem erneuten Ausfall aber die Führung an den Norweger Aksel Lund Svindal, dem ein 18. Platz ausreichte, um die Führung zu übernehmen.