Seinen zweiten Weltup-Sieg der Karriere konnte Marco Büchel feiern. Der Liechtensteiner war auf der wegen Schlechtwetter verkürzten Saslong in 01:27.99 Minuten um zwei Hundertstel schneller als Michael Walchhofer (AUT). Dritter wurde Erik Guay aus Kanada (01:28.19 Min.)

Verschiebung des Rennens wegen Neuschnee
Am frühen Samstagvormittag setzte starker Schneefall in Gröden ein, sodass der Start um mehr als eine Stunde verschoben werden musste. Auch während des Rennens setzte starker Wind und leichter Schneefall den Athleten zu. Zwischendurch wurden die Bedingungen dann etwas besser, doch nach 41 Läufern musste das Rennen endgültig abgebrochen werden. Dennoch kam es in die Wertung, da mehr als 30 Läufer das Ziel erreicht hatten.

Büchel oben mit starker Fahrt
Schon in den ersten Rennen der Saison zeigte Büchel seine gute Form und stand bereits auf dem Podium. Doch in Gröden setzte er noch einen drauf und sicherte sich mit der besten Fahrt im oberen Teil den Tagessieg. Nach Johann Grugger (AUT) am Freitag gewann damit zum zweiten Mal in Folge ein Athlet auf Head-Ski.

Walchhofer wieder auf dem Podest
Nach seinen zwei Siegen in Val d'Isere konnte Walchhofer auch in Gröden auf das Podest steigen. Er hatte im Training noch gepokert und kam schon mit der Startnummer neun. Doch trotz eines kleinen Fehlers konnte er zunächst die Bestzeit fahren. Am Ende reichte es zum zweiten Rang und dies obwohl er im Ziel nicht zufrieden war. Der Kanadier Erik Guay kann sich immer mehr in der Weltspitze festsetzen. Nach seinem zweiten Platz im Super-G reichte es am Samstag immerhin zu Rang drei in der Abfahrt.

Zum letzten Mal die Saslong für Ghedina
Der Italiener Kristina Ghedina fuhr am Samstag zum letzten Mal in seiner langen Karriere auf der Saslong ein Weltcup-Rennen. Vier Mal konnte er hier gewinnen, doch ein fünfter Sieg blieb ihm verwehrt. Die beiden Trainings hatte Ghedina noch dominiert, doch im Rennen konnte er dies nicht umsetzen. Dennoch war der vierte Rang für den Italiener ein gutes Resultat.

Miller wieder Weltcup-Führender
Bode Miller (USA) konnte nach der Abfahrt wieder die Führung im Gesamt-Weltcup übernehmen. Er schaffte einen achten Rang und war damit deutlich vor seinem Widersacher Aksel Lund Svindal (NOR), der lediglich 26. wurde. Neuer Zweiter in der Gesamtwertung ist Michael Walchhofer nach den jüngsten guten Ergebnissen.

Wieder kein Podest für Maier
Gröden ist für Hermann Maier (AUT) weiterhin keine Reise wert. Noch nie konnte er hier gewinnen und auch am Samstag war kein Sieg für ihn drin. Am Ende belegte er den 14. Platz, direkt hinter dem Sieger vom Freitag, Johann Grugger. Daron Rahlves (USA) konnte in diesem Jahr in Gröden keine vordere Platzierung erreichen. Am Samstag belegte er den 19. Rang.

Keine deutschen Starter
Die Abfahrt in Gröden ging ohne deutsche Starter über die Bühne. Im Super-G am Freitag war Andreas Ertl nach am Start und verpasste als 36. Weltcup-Punkte nur knapp. Stephan Keppler und Johannes Stehle gingen nicht bei der Abfahrt an den Start und konzentrieren sich auf den Europacup. Felix Neureuther verletzte sich unter der Woche und pausiert auch am Sonntag beim Riesenslalom in Alta Badia. Er wird erst in Kranjska Gora am 21. und 22. Dezember wieder mit dabei sein.