Johann Grugger aus Österreich ließ beim Super-G in Gröden (ITA) alle Favoriten hinter sich und gewann sein drittes Weltcup-Rennen der Karriere. In der Gesamtzeit von 01:37.35 Minuten verwies er den Kanadier Erik Guay (01:37.66 Min.) und Ambrosi Hoffmann (SUI, 01:37.67 Min.) auf die Plätze.

Grugger unten am Stärksten
Mit der besten Fahrt im unteren Streckenabschnitt konnte sich Johann Grugger den ersten Sieg im Super-G in seiner Karriere sichern. Mit der Startnummer 14 ging er in das Rennen und nutzte die guten Bedingungen. Mit einer fast fehlerlosen Fahrt und einer glänzenden Leistung im Schlussabschnitt siegte der Athlet aus Bad Hofgastein. Direkt dahinter belegte der Kanadier Erik Guay den zweiten Rang und bestätigte damit seine guten Resultate der vergangenen Wochen.

Aamodt weiter im Aufwind
Hinter dem Schweizer Ambrosi Hoffmann, der in diesem Winter das erste Mal auf das Podest stieg, belegte der Norweger Kjetil Andre Aamodt den vierten Rang und befindet sich weiter im Aufwind. Rechtzeitig zur olympischen Saison kommt Aamodt immer besser in Form und ist momentan auch in den Speed-Disziplinen für einen vorderen Platz gut.

Favoriten ohne Chance
Wie schon in den beiden Super-G-Läufen der bisherigen Saison waren auch am Freitag die Favoriten nicht in der Lage, um den Sieg mitzufahren. Michael Walchhofer (AUT), Aksel Lund Svindal (NOR), Hermann Maier (AUT) und auch Bode Miller (USA) kamen nicht für den Sieg in Frage. Bester von ihnen war noch Aksel Lund Svindal, der trotz seiner am Mittwoch erlittenen leichten Verletzung noch Fünfter wurde. Für Maier geht die Saison im Super-G dagegen eher unbefriedigend weiter, und er verpasste zum vierten Mal in Folge in 'seiner' Disziplin das Podest. Dies war ihm in seiner Karriere noch nie passiert.

Macartney fast mit Sensation
Mit der Startnummer 38 sorgte der US-Amerikaner Scott Macartney beinahe für eine Sensation. Er war bei der letzten Zwischenzeit nur vier Hundertstel hinter der Bestzeit und damit ein Kandidat für den Sieg. Doch unten verlor Macartney noch fast eine Sekunde und kam als Siebter ins Ziel. Dennoch war er damit bester US-Amerikaner, noch vor Bode Miller, der Achter wurde. Miller verlor dadurch auch die Führung im Gesamt-Weltcup an Svindal, der nun zwei Zähler Vorsprung hat. Auch Millers Teamkollege Daron Rahlves war einer der Geschlagenen und wurde im Endklassement Elfter.

Ertl mit gutem Rennen
In Gröden bestritt Andreas Ertl (SC Lenggries) sein erstes Weltcup-Rennen der Saison. Mit der Nummer 49 ging er an den Start und zeigte eine gute Leistung. Bis zur letzten Zwischenzeit lag Ertl noch auf Kurs Top 30, doch dann verlor er unten noch knapp eine Sekunde und landete so am Ende auf dem 36. Rang und verfehlte die Weltcuppunkte lediglich um 18 Hundertstel.