Beim Super-G der Damen in Lake Louise (CAN) konnten die österreichischen Skirennläuferinnen einen Dreifach-Triumph feiern. Alexandra Meissnitzer siegte in der Zeit von 01:21.73 Minuten vor Andrea Fischbacher (01:21.83 Min.) und Michaela Dorfmeister, die einen Rückstand von 0,83 Sekunden hatte. Direkt dahinter folgte schon DSV-Athletin Martina Ertl-Renz (SC Lenggries), die einen glänzenden vierten Platz belegte.

Österreicherinnen eine Klasse für sich
Die ÖSV-Damen fahren momentan in einer anderen Liga. Beim Super-G wurde das derzeitige Kräfteverhältnis deutlich. Drei von ihnen belegten die ersten Plätze und gerade Meissnitzer sowie die junge Andrea Fischbacher überzeugten mit glänzenden Läufen. Meissnitzer konnte nach über einem Jahr wieder einen Weltcup-Sieg feiern und übernahm zudem mit 210 Punkten die Führung im Gesamt-Weltcup. Nur einen Zähler dahinter rangiert ihre Teamkollegin Dorfmeister.

Ertl-Renz knapp am Podest vorbei
Eine starke Leistung zeigte Martina Ertl-Renz, die beide Abfahrten ausgelassen hatte und dadurch im Super-G frisch an den Start gehen konnte. Sie legte einen guten Lauf hin und war vorübergehend auf dem dritten Rang. Erst Michaela Dorfmeister konnte sie verdrängen. Damit war Ertl-Renz hinter den drei ersten ÖSV-Damen die beste Skirennläuferin am Sonntag.

Starke US-Mannschaft
Die US-Damen überzeugten am Sonntag durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Fünf von ihnen waren unter den besten 15 zu finden. Die beste Platzierung schaffte Lindsey Kildow als Sechste, die einen Tag zuvor die zweite Abfahrt in Lake Louise gewinnen konnte. Wiedererstarkt präsentierte sich auch Kirsten Clark als Siebte.

Probleme bei Götschl, Pärson und Kostelic
Noch nicht in Form sind drei Fahrerinnen, die im letzten Jahr dem Weltcup ihren Stempel aufdrückten. Speed-Queen Renate Götschl schied im Super-G aus und Anja Pärson sowie Janica Kostelic fuhren auch am Sonntag wieder hinterher. Beide brauchen noch weitere Rennen, um wieder ganz vorne mitzumischen.

Keine Punkte für weitere DSV-Fahrerinnen
Maria Riesch (SC Partenkirchen) fuhr am Sonntag nicht ganz so aggressiv, wie es nötig gewesen wäre für eine Top-Platzierung. Am Ende stand der 38. Platz. Isabelle Huber (SC Ruhpolding) bekam noch mehr Rückstand 'aufgebrummt' und wurde 55. Petra Haltmayr (SC Rettenberg) und Stefanie Stemmer (SC Rottach-Egern) schieden aus.