Am Samstag startet auf dem Rettenbachferner in Sölden die alpine Ski-Weltcup-Saison 2005/2006. Wenige Stunden vor den Rennen steigt bei den Athletinnen und Athleten des Deutschen Skiverbandes das Rennfieber. Insgesamt sechs Aktive werden am Wochenende für den DSV im Einsatz sein.

Neureuther will Punkte einfahren
Bei den Herren startet mit Felix Neureuther nur ein Deutscher. Neureuther setzte sich bei der internen Qualifikation gegen Andreas Ertl durch und wird im Riesenslalom am Sonntag versuchen, ein gutes Resultat zu erzielen. Nachdem im letzten Winter kein DSV-Aktiver einen Weltcup-Punkt im Riesenslalom erzielen konnte, ist für Neureuther das Ziel klar: Er würde gerne den zweiten Durchgang erreichen und in die Punkte fahren. Der 21-Jährige freut sich auf das Rennen: „Es macht einfach richtig viel Spaß, Riesenslalom zu fahren. Ich würde gerne alle Rennen in dieser Disziplin in diesem Winter bestreiten. Außerdem hoffe ich, dass wir so schnell wie möglich zwei Startplätze bekommen im Riesenslalom, damit auch Andreas Ertl mit von der Partie sein kann.“ Für die neue Saison hat Neureuther gerade im Kraftbereich über den Sommer viel getan. „Sechs Kilo habe ich zugenommen und meine Kraftausdauer verbessert. Das sollte mir helfen, gute Ergebnisse im Weltcup zu erzielen“, so Neureuther.

Riesch mit Comeback
Bei den Damen schickt der DSV fünf Athletinnen ins Rennen. Dabei steht das Comeback von Maria Riesch im Blickpunkt. Nach neun Monaten Pause geht die 20-Jährige wieder im Weltcup auf Punktejagd. Ihre Ziele für den Auftakt formulierte Riesch vor dem Rennen vorsichtig: „Ich habe keine zu hohen Erwartungen für das Rennen am Samstag. Nach meiner langen Pause und der erneuten leichten Verletzung am Knöchel bin ich froh, dass ich an den Start gehen kann. Es wäre schön, wenn ich mich für den zweiten Durchgang qualifizieren könnte. Und dann muss man sehen, was rauskommt.“

Ertl-Renz startet in ihre letzte Saison
In ihre letzte Weltup-Saison startet indes Martina Ertl-Renz. Vor dem Rennen beschrieb sie ihre Gefühle wie folgt: „Für mich ist es das letzte Mal als aktive Skirennläuferin in Sölden. Man nimmt dadurch alles viel intensiver wahr und ich genieße es besonders hier.“ Zum Favoritenkreis will sich die Siegerin von 2003 und letztjährige Fünfte aber nicht zählen. „Es kann so viel passieren in zwei Durchgängen. Der Hang ist extrem schwer und daher ist es schwierig zu sagen, wer am Ende vorne liegen wird“, so Ertl-Renz. Für die 32-Jährige gibt es allerdings eine große Favoritin für den Sieg in Sölden: „Wir sind in den letzten Wochen mit den Finninnen im Training gefahren und Tanja Poutiainen fährt sehr gut im Moment. Sie ist für mich die Top-Favoritin.“ Ertl-Renz selbst ist mit ihrer Form zufrieden. Gerade im Slalom läuft es laut ihrer Aussage besser als im letzten Jahr. Über Einsätze in der Abfahrt werde sie von Fall zu Fall entscheiden, aber hin und wieder auch in dieser Disziplin an den Start gehen.