Der Schweizer Skiverband hat nach verschiedenen Trainings- und Testläufen die Teams für den Weltcup-Auftakt am 22. und 23. Oktober in Sölden festgelegt. Zuletzt wurden fünf der acht Herren-Startplätze benannt.

Nef und Oester führen Damen-Equipe an
Die erfahrenen Rennläuferinnen Marlies Oester und Sonja Nef waren für den Riesenslalom zum Auftakt der Wintersaison 2005/06 im Schweizer Damen-Team gesetzt. Um die drei anderen Startplätze gab es ein internes Ausscheidungsfahren bei dem sich Nadia Styger, Fränzi Aufdenblatten und Sandra Gini durchsetzen konnten.

Cuche, Defago und Kernen gesetzt
Fünf der acht schweizer Startplätze werden, wie bei den Damen, in einem internen Wettbewerb acht Rennläufer unter sich ausmachen. Gesetzt für den Riesenslalom am Sonntag, 23. Oktober, sind bei den Männern Didier Cuche, Didier Defago und Bruno Kernen. Cuche sei nach seinem Kreuzbandriss auf einem gutem Weg, erklärte Cheftrainer Martin Rufener, der mit unverändertem Trainerstab in die neue Saison geht.

Zurbriggen darf in Sölden starten
Bei den Testläufen in Sölden hat sich Allrounder Silvan Zurbriggen einen Startplatz im Schweizer Team für den Riesenslalom zum Weltcup-Auftakt gesichert. Neben ihm schafften auch Daniel Albrecht, Marc Berthod, Tobias Grünenfelder und Marc Gini den Sprung in die Mannschaft.

Keine optimale Vorbereitung
Aufgrund der schlechten finanziellen Lage bei Swiss Ski, konnte nur ein Teil des Männerteams am Trainingslager in Argentinien teilnehmen. Die Damen fuhren nicht nach Südamerika. Mit Fahrern wie Didier Cuche und Jürg Grünenfelder, die nach Verletzungen zurück ins Training kamen, wurde dazu parallel gearbeitet. Bei den Damen konnten die Trainingsziele aber dennoch größtenteils umgesetzt werden, hieß es. Das Damen-Weltcup-Team umfasst neun Fahrerinnen und wird diesen Winter vom Schwyzer Osi Inglin trainiert.

Schweizer Skifahrer auf Sparkurs
Mit dem Verzicht auf ein Damen-Trainingslager in Südamerika konnte der Schweizer Skiverband 160.000 Euro einsparen. Das Herrenteam konnte in Übersee nur zum Trainingslager reisen, weil Martin Rufener 96.000 Euro aus eigener Tasche beisteuerte. Der Coach kündigte an, den Betreuerstab verkleinern zu müssen, wenn nicht bis Januar kommenden Jahres neue Sponsoren aufgetrieben werden könnten. Diese blieben aufgrund der schlechten sportlichen Bilanz des vergangenen Winters rar, wodurch der erfolgsverwöhnte Verband mit einer neuen Situation konfontiert wurde und das Budget um 800.000 Euro kürzte.