Naturgemäß müssen europäische Skifahrer zu dieser Jahreszeit weit reisen, um in ihrem (kalten) Element trainieren zu können. Nicht zuletzt durch die nahenden Olympischen Winterspiele bekommen die Vorbereitungen auf die nächste Saison eine besondere Qualität. Der Alpinski-Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) hat sich wieder für Neuseeland und Chile entschieden.

Die Ersten am Zielort
Den Anfang machen die Slalom-Fahrer Rainer Schönfelder und Manfred Pranger. Ihr Flieger in Richtung südliche Weltkugel geht bereits am Mittwoch. Eigentlich sollten sie schon im Juli nach Neuseeland fliegen. Aufgrund der zu dünnen Schneedecke entschied der ÖSV jedoch, noch zu warten. An den Schneeverhältnissen im Trainingsgebiet hat sich inzwischen nicht viel geändert, deshalb kann zunächst nur auf Kunstschnee trainiert werden. Auch der Riesenslalom-Spezialist Christian Mayer ist schon bei der ersten Gruppe dabei.

Gestaffelte Anreise
Die WC4-Gruppe von Andreas Evers wird gestaffelt nach Treble Cone fliegen. Michael Walchhofer besteigt bereits am 7. August das Flugzeug, während Hermann Maier, Mario Schreiber, Benjamin Reich und Neuling Mario Matt am 11. August nachkommen. Anton Giger, ÖSV-Herrencheftrainer, fliegt zusammen mit Andreas Schifferer und der WC3-Gruppe am 10. August nach Portillo, Chile. Die Abfahrer checken zehn Tage später ein.

Mehr Neuseeland für die Slalom-Damen
Für die Slalom-Damen geht es am 13. August nach Neuseeland. Mit von der Partie sind unter anderem Marlies Schild und Niki Hosp. Im Gegensatz zu den Herren trainieren sie erst in Round Hill und gesellen sich dann zu den Abfahrtsläuferinnen nach Treble Cone.

Training im Nachbarland
Die neue Weltcup-Gruppe 3 um Brigitte Obermoser geht es nicht in die weite Welt; sie macht sich im schweizerischen Zermatt für die Herausforderungen der nächsten Ski-Saison fit.