Das lange geplante Alpine Trainingszentrum Allgäu (ATA) wird noch in diesem Jahr Realität: DSV-Präsident Alfons Hörmann gab am Freitag mit dem obligatorischen ersten Spatenstich das Startsignal zum Bau des Leistungs- und Trainingszentrum im Bad Hindelanger Skigebiet Oberjoch.

Flutlichtanlage wird installiert
Bereits im November soll der alpine Ski-Nachwuchs optimale Trainingsbedingungen am Oberjoch vorfinden. "Es werden nun die notwendigen Modellierungsmaßnahmen an der Piste durchgeführt", erklärte Walter Vogel, Technischer Leiter Alpin im Deutschen Skiverband. "Darüber hinaus wird die Beschneiungsanlage erweitert und - was enorm wichtig für den schulpflichtigen Nachwuchs ist - eine Flutlichtanlage installiert, die ein Training auch in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden zulässt". Das Alpine Trainingszentrum am Oberjoch, so Vogel, schließe damit die bisherige Lücke im Allgäu und sei ein wichtiger Bestandteil im Gesamt-Konzept des DSV. Insgesamt 3,5 Millionen Euro sind für den Bau des Alpinen Trainingszentrums veranschlagt.

Strecke im Europacup bewährt
Am neuen Trainingszentrum werden sowohl die Nachwuchsmannschaften der Regionen, als auch die Landeskader sowie die Lehrgangsgruppen der Nationalmannschaften trainieren. "Die Strecke hat sich ja bereits im Herren-Europacup bestens bewährt", lobte Vogel die Standortwahl. "Da die Strecke selektiv ist, stellt das ATA Oberjoch vor allem für ein Training in der alpinen Kerndiszipin Riesenslalom hohe Anforderungen an die Aktiven".

Außerhalb der vom Leistungssport genutzten Zeiten werden Hobby- und Freizeitläufern in den Genuss der infrastrukturellen Verbesserungen rund um die bereits existierende Iselerbahn kommen.

Technische Daten der Trainingsstrecke für Slalom und Riesenslalom:
Höhenunterschied: 310 m
schärge Länge: 920 m
max. Gefälle: 50 %
min. Gefälle: 20 %
Aufstiegshilfe: Iselerbahn
Flutlichtbetrieb: ca. 200 lux Beleuchtungsstärke